Wahl in den Niederlanden: Ministerpräsident Rutte muss um Regierung bangen

Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden hat die Partei des Ministerpräsidenten Mark Rutte etliche Stimmen verloren.

Der Chef der rechtspopulistischen Freiheitspartei (PVV) Geert Wilders hat sich nach der Parlamentswahl in den Niederlanden als Koalitionspartner in einer neuen Regierung angeboten, so die AFP. „Wenn möglich würde ich gern mitregieren, aber wenn es nicht geht (…) werden wir das Kabinett wo nötig unterstützen, bei den Fragen, die für uns wichtig sind“, sagte Wilders in der Nacht zum Donnerstag.

Wilders PVV war bei den Wahlen klar hinter der rechtsliberalen Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte gelandet, die als stärkste Kraft aus der Abstimmung hervorging. Wilders blieb damit deutlich hinter den Erwartung zurück. In Umfragen hatte seine rechtspopulistische Partei zeitweise in Führung oder gleichauf mit der Partei des Regierungschefs gelegen.

Die rechtsliberale Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte setzte sich am Mittwoch laut Hochrechnungen klar gegen die rechtspopulistische Freiheitspartei (PVV) von Geert Wilders durch. Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP meldete, kam die VVD nach Auszählung von knapp 55 Prozent der Stimmen auf 32 Sitze. Europäische Spitzenpolitiker äußerten Erleichterung.

Die Regierungsbildung in den Haag dürfte äußerst schwierig werden. Denn Ruttes bisheriger Koalitionspartner, die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA), erlitt schwere Verluste. Rutte, der eine dritte Amtszeit anstrebt, hatte eine erneute Zusammenarbeit mit Wilders PVV bereits kategorisch ausgeschlossen, ein solches Bündnis war 2010 geplatzt.

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