Balkan-Region will mit Hilfe der EU gemeinsamen Markt schaffen

Die Regierungschef von sechs Balkanländern wollen mit Hilfe der EU einen gemeinsamen Markt ihrer Länder schaffen.

Das beschlossen die Ministerpräsidenten Albaniens, Serbiens, Montenegros, Mazedoniens, des Kosovos und von Bosnien-Herzegowina bei einer Konferenz am Donnerstag in Sarajevo, so die dpa.

EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn sprach von dadurch möglichen 80 000 neuen Arbeitsplätzen in der Region, die an der Verarmung großer Teile der Bevölkerung leidet.

Das Treffen wurde getrübt vom Streit zwischen Serbien und dem Kosovo. Hinter den Kulissen sei es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem serbischen Regierungschef Aleksandar Vucic und seinem Kosovo-Amtskollegen Isa Mustafa gekommen, berichteten die Medien übereinstimmend.

Hintergrund ist der Streit um Staatseigentum auf dem Gebiet der früheren serbischen Provinz, die seit 2008 selbstständig ist. Beide Seiten machen darauf Ansprüche geltend. Die EU versucht seit Jahren weitgehend vergeblich, zwischen den beiden verfeindeten Nachbarn zu vermitteln. Während schon bisher die in Brüssel vereinbarten Kompromisse nicht umgesetzt wurden, gelten die strittigen Eigentumsprobleme als praktisch unlösbar.

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  1. Dagegen! sagt:

    Demnächst hier in diesem Kino: EU-Nahost-Erweiterung – Europa expandiert weiter…
    *GRRR!*