Preiskampf bei Düften: Douglas spürt harten Wettbewerb

Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas spürt einen harten Wettbewerb auf dem Heimatmarkt. Für dieses Jahr strebt Douglas-Chefin Parize dennoch ein Umsatzplus von bis zu fünf Prozent an. Dafür schließt sie auch eine weitere Expansion im Ausland nicht aus.

«Die großen Kaufhäuser, aber auch Drogerien wie Müller kämpfen viel aggressiver um Marktanteile als in der Vergangenheit», sagte Douglas-Chefin Isabelle Parize dem Handelsblatt. Das Handelsfachblatt Lebensmittel Zeitung berichtete kürzlich von einer Rabattschlacht vor allem im Duftgeschäft, so die dpa.

Auch am Montag lockten Karstadt, Kaufhof, Müller und Douglas in ihren Online-Shops bei vielen Düften und Kosmetikartikeln mit zum Teil deftigen Rabatten.

Trotz des Wettbewerbs hatte Douglas im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 seinen Umsatz um 3,9 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro erhöht. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch das Online-Geschäft, das um über 24 Prozent zulegte und mittlerweile für rund zwölf Prozent aller Douglas-Umsätze verantwortlich ist.

Den Wachstumskurs will Parize nicht zuletzt mit weiteren Zukäufen im EU-Ausland fortsetzen. «Basierend auf der positiven Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts ist aus heutiger Sicht ein Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent denkbar», sagte die Douglas-Chefin.

Die Düsseldorfer Parfümeriekette hat erst vor wenigen Tagen die Übernahme des spanischen Rivalen Bodybell mit über 200 Filialen bekanntgegeben. Der Zukauf macht Douglas auf einen Schlag zu einem der führenden Anbieter auf der iberischen Halbinsel. Das Unternehmen spielte mit 57 Filialen in Spanien bislang eine eher untergeordnete Rolle. Parize hatte kürzlich die Strategie ausgegeben, «in jedem unserer Märkte die Nummer eins oder eine starke Nummer zwei zu werden».

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  1. Peter Herrmann sagt:

    Hm, die Gewinnspannen beim Hersteller und Händler sind doch enorm, wobei die Kunden mittlerweile einen Teil über den Versandhandel versuchen auszuhebeln.