Digitalisierung stellt Wettbewerbshüter vor neue Herausforderungen

Auf die zunehmende Digitalisierung der weltweiten Wirtschaft müssen Wettbewerbsbehörden wie das Bundeskartellamt neue Antworten finden.

Die Vernetzung und Digitalisierung der Industrie ist ein Mega-Trend. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Die Vernetzung und Digitalisierung der Industrie ist ein Mega-Trend. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

„Wir haben hier Märkte vor uns, die einerseits von enormer Innovation und Dynamik geprägt sind – da greifen wir mal lieber nicht ein als Wettbewerbsbehörden“, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, auf der Internationalen Kartellkonferenz in Berlin. „Aber uns muss auch klar sein: Unsere gute alte deutsche ordnungspolitische Welt, in der ganz viele Wettbewerber im Markt aktiv sind, davon sind wir natürlich ein Stück weit entfernt.“

Es gebe gerade im Internet Unternehmen, die über viele Jahre hinweg stabile und hohe Marktanteile haben, so die dpa. Da stelle sich die Frage, ob mehr Regulierung benötigt werde. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sagte auf der Konferenz: „Auch wenn „The Winner takes it all“ einer der Leitgedanken der digitalen Ökonomie ist, wird man sicherlich mit Fug und Recht sagen können, dass es auf alle Fälle kein Leitgedanke einer sozialen Marktwirtschaft ist.“

Auf der Konferenz diskutierten rund 360 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wettbewerbsbehörden unter anderem über die Herausforderung der Digitalisierung für das Wettbewerbsrecht.

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