US-Wettbewerbsbehörden ermitteln gegen Hapag-Lloyd

US-Kartellwächter schauen im Rahmen ihrer Untersuchung der Reederei-Branche auch Deutschlands größter Container-Reederei Hapag-Lloyd auf die Finger.

Drohender Ärger mit den US-Wettbewerbsbehörden hat die Anleger der Container-Reedereien Hapag-Lloyd und A.P.Möller-Maersk beunruhigt. Die Aktien von Hapag fielen am Mittwoch um bis zu 7,6 Prozent auf ein Drei-Wochentief von 28,01 Euro. Damit hielten sie im Kleinwerteindex SDax die rote Laterne. Auch Aktien der dänischen Maersk gaben an der Börse in Kopenhagen 3,2 Prozent ab.

Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen haben Ermittler des US-Justizministeriums einem Zeitungsbericht zufolge mehrere Manager von Container-Reedereien vorgeladen. „Eigentlich sind diese Vorwürfe nicht neu, aber die neuerlichen Schlagzeilen führen zu Gewinnmitnahmen, besonders in einem insgesamt schwachen Marktumfeld“, sagte ein Händler.

Die Vorladungen seien während eines Treffens der 20 wichtigsten Reedereien in San Francisco zugestellt worden, hatte das „Wall Street Journal“ am Dienstag berichtet. Ein Sprecher der dänischen Reederei A.P.Möller-Maersk bestätigte den Erhalt eines Schreibens. Es seien darin aber keine konkreten Vorwürfe gegen Maersk Line erhoben worden. Auch Hapag-Lloyd bestätigte, ein Schreiben der US-Behörden erhalten zu haben und kooperieren zu wollen.

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