Gewinn der Postbank bricht ein

Die niedrigen Zinsen und die Kosten der Abspaltung vom Mutterkonzern Deutsche Bank haben der Postbank das Ergebnis verhagelt.

Der Vorsteuergewinn brach im vergangenen Jahr um 47 Prozent auf 307 Millionen Euro ein, wie die Bank am Donnerstag in Bonn mitteilte. Allein die Entflechtung von der Deutschen Bank, die Anfang März überraschend rückgängig gemacht wurde, kostete das Institut 209 Millionen Euro. Doch auch ohne solche Sondereffekte wäre das Ergebnis um gut zehn Prozent zurückgegangen. Die Postbank macht dafür vor allem die seit Jahren niedrigen Zinsen verantwortlich, die die Erträge schmälerten. Viele Banken leiden darunter.

Die Deutsche Bank hatte noch bis vor kurzem geplant, die Postbank zu verkaufen oder an die Börse zu bringen, vollzog dann aber eine Kehrtwende. Die Bonner Tochter soll nun komplett in das Privatkundengeschäft eingegliedert werden. Das Projekt dürfte mehrere Jahre dauern und die Deutsche Bank bis zu zwei Milliarden Euro kosten. Wie viele Jobs der Vollintegration zum Opfer fallen, ist unklar. Die Postbank beschäftigte Ende des vergangenen Jahres 18.100 Mitarbeiter, drei Prozent weniger als Ende 2015.

Für 2017 erwartet das auf Baufinanzierungen spezialisierte Geldhaus einen Anstieg des Ergebnisses. Von Sondereffekten abgesehen soll es vor Steuern um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zulegen.

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