Verschuldung steigt in allen Schweizer Kantonen

In einer Analyse zeigt sich die Höhe der Verschuldung einzelner Kantone der Schweiz. Interessant: Die Schulden auf dem Land sind deutlich geringer.

In der Schweiz steigt die Verschuldung weiter an. Dies geht aus einer Studie des Kreditspezialisten CRIF hervor. Die Quote hoch verschuldeter Personen verglichen mit der Gesamtbevölkerung stieg im laufenden Jahr auf 5,6 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg von 0.3 Prozent gegenüber 2016, als die Schuldnerquote 5.3 Prozent betrug. Die Anzahl der Schuldner ist in der Schweiz nochmals angestiegen, von 441.706 im Jahr 2016 auf jetzt 471.816, schreiben die Autoren.

Die Schuldnerquote hat sich in sämtlichen Kantonen verschlechtert, wobei große Unterschiede in den einzelnen Kantonen bestehen. Die schlechtesten Zahler wohnen im Kanton Genf mit einer Schuldnerquote von 9.2 Prozent, gefolgt von Neuenburg (9.1 Prozent), Basel-Stadt (7.6 Prozent) und der Waadt (7.3 Prozent). Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat die besten Zahler der Schweiz und verfügt mit 1.4 Prozent über die tiefste Schuldnerquote. In der Zentralschweiz weisen die Kantone Uri, Nidwalden, Obwalden und Zug ebenfalls tiefe Schuldnerquoten auf.

Bei den Städten beobachtet CRIF eine generell höhere Schuldnerquote als in ländlichen Gebieten. Die schlechteste Schuldnerquote weist La Chaux-de-Fonds mit 11.7 Prozent auf, gefolgt von Biel (10.7 Prozent) und Genf (10 Prozent). In der Deutschschweiz belegt die Stadt Basel den Spitzenplatz mit einer Schuldnerquote von 7.7 Prozent, gefolgt von St. Gallen (7.1 Prozent) und Sitten (6.8 Prozent). Zürich liegt mit einer Schuldnerquote von 5.5 Prozent knapp unter dem Schweizer Mittel. Von den untersuchten Städten weisen Uster (3.7 Prozent), Thun (4.6 Prozent) und Lugano (4.8 Prozent) die tiefsten Schuldnerquoten auf.

Vergleicht man die Schuldnerquoten der größten Städte mit derjenigen des entsprechenden Heimatkantons fällt auf, dass Biel mit 10.7 Prozent einen doppelt so hohen Wert aufweist wie der Kanton Bern mit 5 Prozent. Auch im Kanton St. Gallen ist ein Stadt-Land-Gefälle zu beobachten: Die Stadt hat eine Schuldnerquote von 7.1 Prozent, der Kanton jedoch nur eine von 5 Prozent. Eine Ausnahme stellt die Stadt Lugano dar: Sie weist lediglich eine Quote von 4.8 Prozent auf.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.