Digitalisierung der Landwirtschaft gewinnt an Bedeutung

Auch die Agrarindustrie ist eine vielversprechende Branche für die Digitalisierung. Dafür sind jedoch noch einige Gelder nötig.

Steigende Rohstoffpreise, zunehmende Wetterkapriolen – die Landwirtschaft ist vielen äußeren Faktoren ausgeliefert. Steigende Löhne und steigende Ansprüche der Verbraucher können da Unternehmen schnell in die Enge treiben. Doch statt zu fusionieren oder zu verkaufen, sollten Landwirte lieber vermehrt auf die technologischen Fortschritte setzen.

Dabei vernachlässigen die Unternehmen Digitalisierung und Smart Farming als mittelfristige, vielversprechende Alternative. „Agrarindustrie 4.0 bietet nicht nur Wachstumschancen für die Industrie, sondern auch die Möglichkeit Ernteerträge zu steigern, sodass wir im kommenden Jahrzehnt eine Milliarde mehr Menschen ernähren können“, sagt Carsten Gerhardt, Partner bei A.T. Kearney Österreich.

Der Frage, wie dies gelingen kann, geht die aktuelle Studie „Agriculture is Fertile Ground für Digitization“ nach. Dabei geht es sowohl um Industrie 4.0 in den Arbeitsmitteln aber auch in Sachen Nähstoffmessung bei Pflanzen. Digital Farming, so Studien-Coautor Benjamin Subei, wird bisher eher von Start-ups betrieben, die beispielsweise Drohnen zur Überwachung von Feldern, Sattelite Imaging und Robotertechnik entwickeln. Eine Ausweitung der Digitalisierung auf den gesamten Pflanzenzyklus, von der Aussaat bis zur Ernte, könne den Ernteertrag um 20 bis 30 Prozent steigern – und damit Nahrung für zusätzlich eine Milliarde Menschen liefern.

Im steirischen Stallhofen setzt man bereits auf Digitalisierung. Hier hat kürzlich die Serienproduktion des ersten Elektrotransporters Eli begonnen. SFL Technologies baut damit die ersten elektrobetriebenen Nutzfahrzeuge. 1.000 Stück sollen es pro Jahr sein, ab 2019 sogar 2.000 Stück. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 65 km/h soll ELI 1.000 Kilogramm Nutzlast transportieren können. Die Reichweite liegt derzeit bei 100 Kilometern.

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