Elektroindustrie: Zuwächse in Russland, Rückgang in der Türkei

Der Im- und Export von Elektro-Artikeln ist gewachsen, nur Ausfuhren in die Türkei und Indonesien sind stark rückläufig.

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind zu Beginn dieses Jahres zweistellig gewachsen. „Insgesamt legten sie im Januar um 12,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,1 Milliarden Euro zu“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Im zurückliegenden Jahr 2016 waren die Branchenausfuhren um 4,4 Prozent gestiegen und hatten ein neues Allzeithoch von 182,1 Milliarden Euro erreicht.

Die Branchenausfuhren nach Österreich nahmen um 5,5 Prozent auf 622 Millionen Euro und die in die Schweiz um 4,9 Prozent auf 528 Millionen Euro zu. Auch im Exportgeschäft mit Großbritannien gab es im Januar weiter ein Plus – von 3,0 Prozent auf 809 Millionen Euro.

In die Gruppe der Schwellenländer hat die deutsche Elektroindustrie im Januar 2017 Exporte von 5,2 Milliarden Euro – und damit 15,0 Prozent mehr als vor einem Jahr – geliefert.

Die größte Dynamik entwickelten dabei die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Russland, Mexiko und Brasilien. Nach Indien, Ungarn, China und Rumänien erhöhten sich die Lieferungen ebenfalls kräftig.

Deutliche Rückgänge verzeichneten dagegen die Elektroexporte nach Indonesien (-27,9 Prozent auf 23 Millionen Euro) und in die Philippinen (-16,3 Prozent auf 46 Millionen Euro). „Und bei den Branchenausfuhren in die Türkei war im Januar ein Rückgang um 18,8 Prozent auf 240 Millionen Euro zu verzeichnen“, sagte Dr. Gontermann.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich im Januar 2017 um 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie kamen ebenfalls auf 15,1 Milliarden Euro. „Damit war die Elektro-Außenhandelsbilanz im Januar ausgeglichen“, so Gontermann.

2016 hatten die Einfuhren mit 166,2 Milliarden Euro (+3,4 Prozent) ebenfalls einen neuen Rekordwert verbucht.

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