57 Prozent der Asylwerber sind gering qualifiziert

Die berufliche Qualifikation der in Österreich angekommenen Migranten ist weniger gut als erwartet.

Wie eine aktuelle Studie der Denkfabrik Eco Austria belegt, ist ein hoher Anteil der Asylwerber in Österreich gering qualifiziert, berichtet die Kronen Zeitung. Nicht alle Flüchtlinge würden im Arbeitsmarkt untergebracht, wodurch die Arbeitslosenquote bis zum Jahr 2030 um 0,4 Prozentpunkte steigen werde, schreiben die Autoren der Studie.

Für ihre Analyse verwendeten die Autoren Befragungen unter den Flüchtlingen und den Vergleich der Bildungsstruktur in deren Heimatländern mit der österreichischen. Zudem wurden auch Daten aus einer Untersuchung des deutschen Bundesamts für Migration und Flüchtlinge herangezogen, wie die Presse berichtet. Die deutsche Studie ist laut EcoAustria mit 420.000 untersuchten Asylwerbern wesentlich repräsentativer als die Kompetenzchecks des AMS. Diese seien „mutmaßlich durch eine verzerrte Stichprobenart nicht repräsentativ“, wird EcoAustria in dem Bericht zitiert. Der deutschen Erhebung zufolge sind rund 57 Prozent der Asylwerber gering, 24 Prozent mittel und nur 19 Prozent hoch qualifiziert.

Die niedrige Qualifikation der nach Österreich Geflüchteten hat laut der Studie zwei Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Einerseits wird die Arbeitslosigkeit steigen – wenn auch vorwiegend die Migranten selbst betroffen sein werden – , andererseits erwartet sich der Think Tank negative Auswirkungen auf die Lohnentwicklung. Da Asylwerber vorwiegend im Niedriglohnsektor eine Anstellung finden, werde die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung gedämpft.

Die Ausländerarbeitslosigkeit steigt in Österreich weiter an: „Von den deutlich mehr als 100.000, die 2015/2016 gekommen sind, stehen offenbar erst ein paar Tausend dem Arbeitsmarkt zur Verfügung“, schreibt die Presse. Es herrsche „Ernüchterung nach dem Migrantenhype“, denn die Qualifikation der Asylwerber sei „jedenfalls viel schlechter, als uns bisher Pseudoexperten und diverse Kompetenzchecks mit handverlesenen Probanden suggeriert haben“, so die Presse. Die Integration werde „ein auf viele Jahrzehnte angelegtes, sehr kostspieliges Mammutprogramm – und wohl nicht der versprochene flotte Wirtschaftsturbo“.

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