Führungswechsel bei Kaufhof: Ex-Toys’R’Us-Manager übernimmt

Der Umsatz im Einzelhandel ist rückläufig. Daher finden vermehrt, wie auch bei Kaufhof, Wechsel in der Führungsetage statt.

Bei der mit einem Umsatzrückgang kämpfenden Warenhauskette Kaufhof gibt es einen überraschenden Führungswechsel. Der bisherige Chef Olivier Van den Bossche werde sein Amt Ende April niederlegen, um sich neuen Aufgaben zu widmen, teilte der nordamerikanische Kaufhof-Mutterkonzern Hudson’s Bay (HBC) am Donnerstag mit. Nachfolger an der Spitze des europäischen HBC-Geschäfts um Kaufhof solle der ehemalige Toys’R’Us-Manager Wolfgang Link werden. Link war auch schon für die frühere Kaufhof-Mutter Metro tätig. Link könne auf eine „beeindruckenden Erfolgsbilanz im Einzelhandel in Deutschland und Europa“ vorweisen, sagte HBC-Chef Jerry Storch.

Van den Bossche hatte die Kaufhof-Belegschaft zuletzt nach Umsatzrückgängen im wichtigen Weihnachtsgeschäft auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2017 eingestimmt. „Wir müssen uns auf ein Jahr einstellen, in dem wir um jeden Euro in Umsatz und Ergebnis umso mehr kämpfen müssen“, hatte er einem Mitarbeitermagazin gesagt. Unter anderem kämen weniger Verbraucher in die Warenhäuser: Der Trend zu Rückgängen in der Kundenfrequenz dauere an.

Hudson’s Bay hatte für das vergangene Quartal von November bis Januar für sein Europa-Geschäft einen Umsatzrückgang von zwei Prozent vermeldet. Die Nordamerikaner hatten Kaufhof nach langem Ringen im Oktober 2015 vom damaligen Eigner Metro übernommen. Hudson’s Bay halte an seinen Investitionsplänen für Kaufhof fest, machte HBC-Manager Richard Baker deutlich: „Wir stehen hinter unserer langfristigen Strategie für Europa und hinter der Ankündigung, in den nächsten fünf bis sieben Jahren eine Milliarde Euro in Deutschland zu investieren.“

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