Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland eröffnet

Neues Investitionsprogramm in Höhe von rund 400 Millionen Euro für die Mikroelektronik-Forschung.

Die Fabrik soll einen raschen und effizienten Technologietransfer für multifunktionale, energiesparende Sensorik, Kommunikationstechnik, Leistungselektronik und für das Internet der Dinge ermöglichen. (Foto: Flickr/DLR German Aerospace Center/CC by 2.0)

Die Fabrik soll einen raschen und effizienten Technologietransfer für multifunktionale, energiesparende Sensorik, Kommunikationstechnik, Leistungselektronik und für das Internet der Dinge ermöglichen. (Foto: Flickr/DLR German Aerospace Center/CC by 2.0)

In der „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ sollen zukünftig 13 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen landesweit ihre Forschungskapazitäten vernetzen, bündeln und erweitern. Ein Investitionsprogramm, das mit etwa 400 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium unterstützt wird, wurde eigens dafür ins Leben gerufen.

Ziel der Forschungsfabrik Mikroelektronik ist es, eine neue Qualität der Elektronikforschung am Standort Deutschland zu schaffen und Forschungsdienstleistungen entlang der kompletten Innovationskette aus einer Hand anzubieten. Dazu werden elf Fraunhofer- und zwei Leibniz-Institute ihre Ausstattung in einem gemeinsamen Technologiepool zusammenfassen und diesen rundum erneuern.

Darüber hinaus etablieren sie eine zentrale Koordinierungsstelle, die den Partnern aus Forschung und Industrie das gesamte Technologieangebot der 13 Institute als „One-Stop-Shop“ anbietet.

Dies ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen interessant. Durch die enge Verzahnung und das kohärente Auftreten bietet die Forschungsfabrik ihnen einen umfassenderen und einfacheren Zugang zur nächsten Technologie-Generation. Dies ermöglicht einen raschen und effizienten Technologietransfer für multifunktionale, energiesparende Sensorik, Kommunikationstechnik, Leistungselektronik und für das Internet der Dinge.

In einem zweiten Schritt sollen ab 2018 Investitionen für die Mikroelektronik an Hochschulen gefördert werden, die die Forschungsschwerpunkte in der Forschungsfabrik inhaltlich ergänzen und die besonderen Kapazitäten der Hochschulen auf dem Gebiet berücksichtigen.

„Wir brauchen im Zeitalter der Digitalisierung mehr Hightech-Wachstum in Europa. In der ‚Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland‘ bündeln wir unsere exzellente Forschung“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Damit werden wir auch international als Schwergewicht der Forschung sichtbar und haben die große Chance, selber entscheidende IT-Entwicklungen anzustoßen. Das ist ein Beitrag zur Stärkung einer wichtigen Schlüsselindustrie, auch mit Blick auf Europa, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.“

Der Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik sowie das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik und das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik erhalten dafür rund 350 Millionen Euro.

In einem zweiten Schritt sollen ab 2018 mit weiteren 50 Millionen Euro solche Investitionen für die Mikroelektronik an Hochschulen gefördert werden, die die Forschungsschwerpunkte in der Forschungsfabrik inhaltlich ergänzen und die besonderen Kapazitäten der Hochschulen auf dem Gebiet berücksichtigen.

In vier sogenannten Technologieparks wird die Arbeit auf folgende zukunftsrelevante Themenfelder konzentriert: Neueste Siliziumtechnologien für die Sensorik sowie Aktorik und Informationsverarbeitung, Halbleiter mit modernsten Materialien für Energiespar- und Kommunikationstechnik, neuartige Kombinationen von Silizium- und anderen Halbleitern für das Internet der Dinge und Entwurf, Test und Zuverlässigkeit für Qualität und Sicherheit. Insgesamt werden mehr als 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mitwirken.

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