IBM verliert Umsatz durch klassisches Geschäftsmodell

IBM muss sein Geschäft komplett umstellen. Kunden entfernen sich von den klassischen Soft- und Hardware-Dienstleistungen.

IBM will seine Kunden in die Cloud bringen und bleibt dabei im Regen stehen. (Foto: Daniel Naupold/dpa)

IBM will seine Kunden in die Cloud bringen und bleibt dabei im Regen stehen. (Foto: Daniel Naupold/dpa)

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM kommt bei seinem Strategieschwenk nicht so recht voran. Zwar machten zukunftsträchtige Bereiche wie das Cloud-Geschäft zu Jahresbeginn Boden gut, doch das traditionelle Hardware-Geschäft setzt dem US-Konzern weiter zu. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 2,8 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar, wie IBM am Dienstag bekanntgab. Damit setzte sich der Umsatzschwund bereits das 20. Quartal in Folge fort. Zudem verfehlte der Konzern erstmals seit rund einem Jahr wieder die Prognosen der Analysten. An der Börse straften Anleger IBM ab. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie knapp fünf Prozent an Wert. Die Wall Street habe IBM im vergangenen Jahr zugutegehalten, dass der Konzern umgebaut werde, sagte Analyst Bill Kreher von der Investmentgesellschaft Edward Jones. Aber das müsse mit starker Hand vollzogen werden.

In der Branche verliert das angestammte Hardware-Geschäft zunehmend an Bedeutung. Neben Sicherheitssoftware und Datenanalyse setzt IBM nun vor allem verstärkt auf das Geschäft mit der sogenannten Datenwolke (Cloud), im dem auch Rivalen wie Oracle und Microsoft Druck machen. Die Unternehmen folgen damit dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen.

Bei IBM legte der Umsatz in der Cloud-Sparte im Quartal um rund ein Drittel auf 3,5 Milliarden Dollar zu. Der Netto-Gewinn im Konzern ging um 5,5 Prozent auf 1,75 Milliarden Dollar zurück.

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