Volkswagen startet mit Gewinnsprung ins Jahr

Der Wolfsburger Auto-Konzern nimmt mit der Hauptmarke VW wieder Fahrt auf. Die endgültigen Zahlen fehlen jedoch noch.

Volkswagen kommt bei der Sanierung seiner Hauptmarke VW voran. Der Betriebsgewinn des Konzerns legte im ersten Quartal binnen Jahresfrist um fast ein Drittel auf 4,4 Milliarden Euro zu, wie Volkswagen am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Grund für den überraschend hohen Gewinn sei eine Verbesserung des Ergebnisses der Hauptmarke VW, das bei 0,9 Milliarden Euro gelegen habe. Dazu hätten neben der erfolgreichen Markteinführung des neuen SUV Tiguan und guten Ergebnissen auf den westeuropäischen Märkten auch Kostensenkungen bei VW beigetragen. Auch die übrigen Marken des Konzerns schnitten den Angaben zufolge gut ab. Details der Quartalsbilanz will Volkswagen am 3. Mai präsentieren.

Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte Volkswagen. Demnach soll die operative Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent liegen. Die VW-Aktie baute ihre Kursgewinne daraufhin aus und notierte fast vier Prozent im Plus.

Der Investmentberater Evercore ISI hatte nach eigenen Angaben mit einem operativen Konzernergebnis von 3,8 Milliarden Euro für das erste Quartal gerechnet. Die Prognosen der meisten anderen Analysten lagen demnach bei 3,5 bis 3,6 Milliarden Euro.

Volkswagen hatte vor gut eineinhalb Jahren den früheren BMW-Manager Herbert Diess nach Wolfsburg geholt, um die Rendite von VW zu steigern und die Marke fit für den Umschwung in die Elektromobilität zu machen. Die operative Marge von VW lag nach Berechnungen von Evercore ISI im ersten Quartal bei 3,5 Prozent. Die Marke mit dem VW-Logo hatte lange weniger als zwei Prozent operativen Gewinn vom Umsatz eingefahren.

Auch der Konkurrent Daimler hatte zu Jahresanfang einen sprunghaften Anstieg des operativen Gewinns verbucht. Den Stuttgartern verhalfen ein Absatzrekord sowie Sondereffekte im ersten Quartal zu einer Verdoppelung des Betriebsgewinns.

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