Takata sinkt wegen Kosten für Airbag-Rückrufe tiefer ins Minus

Die mangelhaften Airbags des japanischen Herstellers Takata sorgen weiterhin für schlechte Umsätze. Wie es weitergehen soll, ist noch unklar.

Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata ist wegen hoher Kosten durch den Rückruf fehlerhafter Airbags noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab, fiel in dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr ein Fehlbetrag von rund 79,6 Milliarden Yen (642 Millionen Euro) an. Im Vorjahr hatte sich das Minus noch auf rund 13,1 Milliarden Yen belaufen. Damit schreibt Takata nunmehr im dritten Jahr in Folge rote Zahlen. Der Umsatz sank um 7,7 Prozent auf 662,5 Milliarden Yen. Im noch bis zum 31. März 2018 laufenden Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen wieder mit einem Gewinn von netto neun Milliarden Yen.

Defekte Airbags von Takata machen der Autoindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen. Die Mängel haben in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt.

Takata lässt derzeit einen Sanierungsplan ausarbeiten. Laut Medienberichten erwägen die Gläubigerbanken und Autohersteller einen Plan, wonach Takata profitable Geschäftsbereiche wie die für Sitzgurte und Kindersitze in ein eigenes Unternehmen auslagert. Demnach will der chinesische Autoteilehersteller Key Safety Systems (KSS) in solch eine neue Firma investieren. Takata hatte zu den laufenden Verhandlungen über einen Restrukturierungsplan kürzlich erklärt, es sei noch keine Entscheidung getroffen worden.

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