USA verklagen Fiat Chrysler wegen Abgaswerten

Im Streit über manipulierte Abgaswerte hat die US-Regierung eine Zivilklage gegen Fiat Chrysler eingereicht.

Das Justizministerium wirft dem italienisch-amerikanischen Autobauer vor, bei 104.000 Geländewagen von Chrysler, die seit 2014 verkauft wurden, eine unerlaubte Software zur Umgehung von Emissionskontrollen eingesetzt zu haben. Fiat Chrysler wies dies zurück und kündigte an, sich entschieden zu verteidigen. Die Kläger fordern unter anderem die Verhängung von Bußgeldern in nicht genannter Höhe. Nach Angaben der Umweltbehörde EPA vom Januar beträgt die maximale Strafe etwa 4,6 Milliarden Dollar. Die in den USA gehandelten Aktien des Unternehmens verloren im Handelsverlauf fünf Prozent an Wert.

Der Prozess hatte sich schon Mitte des Monats angedeutet. Fiat hatte zuletzt erklärt, ein Rechtsstreit wäre kontraproduktiv für die aktuellen Gespräche mit der EPA und der kalifornischen Umweltbehörde Carb. Am Freitag kündigte der Konzern an, auf Geheiß der Behörden die Diesel-Fahrzeuge umzurüsten. Für Mittwoch hat ein Bundesrichter in Kalifornien eine Anhörung angesetzt, nachdem von Autobesitzern eine Reihe von Klagen gegen Fiat Chrysler eingereicht wurden.

Im Streit um Abgaswerte hatte jüngst auch die Europäische Kommission gegen Italien eingeleitet.

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen hatte die EPA 2015 zu einer großangelegten Untersuchung von Diesel-Fahrzeugen in den USA veranlasst. Daraus ergaben sich nun die Vorwürfe gegen Fiat Chrysler.

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