Österreich: Wo die Wirtschaft am stärksten wuchs

Österreichs Wirtschaft wächst in den Bundesländern unterschiedlich stark. Auch bei der Arbeitslosigkeit gibt es große Unterschiede.

Während die Wirtschaft der westlichen und südlichen Bundesländer überdurchschnittlich wuchs, blieb im Osten Österreichs das Wachstum hinter dem nationalen Durchschnitt zurück. Das kräftigste Wachstum wies Vorarlberg mit 2 Prozent auf. In Wien mit 1,1 Prozent und Niederösterreich mit 1 Prozent fiel es dagegen nur halb so groß aus.

Vorarlberg löste erstmals in drei Jahren das Burgenland an der Spitze ab. Mit einer überdurchschnittlich kräftigen Dynamik schaffte es das Burgenland gemeinsam mit Salzburg (beide plus 1,9 Prozent) dennoch auf den zweiten Platz. Oberösterreichs Wirtschaft wuchs um 1,6 Prozent, in Tirol und Kärnten waren es 1,5 Prozent und in der Steiermark 1,4 Prozent.

Das Gefälle ist vor allem von der regional stark unterschiedlichen Entwicklung der Sachgütererzeugung geprägt. Im Westen trug dieser Sektor 0,64 Prozentpunkte zum Wachstum bei, im Süden 0,54 Prozentpunkte. In der Ostregion waren es dagegen nur 0,07 Prozentpunkte.

Noch stärker zeigte sich das West-Ost-Gefälle auf dem Arbeitsmarkt: In den Bundesländern der Westregion – mit Ausnahme von Oberösterreich – sowie den Bundesländern der Südregion wuchs die Zahl der unselbstständig Beschäftigten rascher als das Arbeitskräfteangebot. Dementsprechend sank die Arbeitslosigkeit. In der Ostregion war es umgekehrt. Am stärksten war der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen in Tirol (minus 6,6 Prozent), gefolgt von Salzburg (minus 3,8 Prozent) und Vorarlberg (minus 1,7 Prozent). Den stärksten Anstieg verzeichnete Wien (plus 3 Prozent). Österreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen trotz hohen Beschäftigungswachstums 2016 um 0,8 Prozent. Betroffen waren vor allem ältere Menschen und ausländische Arbeitskräfte. Bei den älteren Arbeitnehmern (55 Jahre und älter) stieg die Zahl der Arbeitslosen um 10,1 Prozent. Unter ausländischen Arbeitskräften stieg sie aufgrund der verstärkten Zuwanderung um 5,5 Prozent und betraf am stärksten Wien (plus 8,1 Prozent) und Niederösterreich (plus 7,7 Prozent).

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