Schweiz glänzt mit hoher Wettbewerbsfähigkeit

Die Schweiz erreicht auch in der jüngsten Umfrage zur Wettbewerbsfähigkeit Bestnoten.

In der Schweiz gibt es viele erfolgreiche Unternehmen. (Foto: flickr.com/Jeremy Seitz/CC BY 2.0)

In der Schweiz gibt es viele erfolgreiche Unternehmen. (Foto: flickr.com/Jeremy Seitz/CC BY 2.0)

Im internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit verteidigt die Schweiz den zweiten Rang hinter Hongkong. Punkten kann die Schweiz vor allem dank ihrer guten Infrastruktur und der Effizienz der Regierung. Zurückgefallen ist sie dagegen bei der Wirtschaftsleistung. Das zeigt der World Competitiveness Report 2017, den das Management-Institut IMD veröffentlicht hat. Klassierte sich die Schweiz bei der Wirtschaftsleistung im Vorjahr noch auf Platz 10, war es 2017 lediglich Platz 15 von 63 untersuchten Ländern.

Studienmitautor José Caballero führt die Entwicklung unter anderem auf den Rückgang der ausländischen Investitionen in der Schweiz zurück. Zudem existiert in der Exportwirtschaft sowohl hinsichtlich der Handelspartner als auch der ausgeführten Produkte ein Klumpenrisiko. So sind nur gerade 5 Produkte für 70 Prozent aller Exporte verantwortlich. Auch die Bedrohung durch Stellen- und Produktionsauslagerungen ins Ausland hat laut Caballero zugenommen.

Dass die Schweiz seit 2013 im Ranking stets auf Platz zwei geführt wird – mit Ausnahme des Jahres 2015, als sie wegen des Frankenschocks auf Platz vier zurückfiel – erklärt der Forscher mit der Stabilität des Landes. Die meisten Subfaktoren, wie die öffentlichen Finanzen, die Effektivität des institutionellen Rahmens, das Unternehmensrecht, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Infrastruktur seien über die Jahre auf hohem Niveau verharrt, sagt Caballero auf Anfrage.

Der Befund deckt sich mit den Resultaten von Interviews mit Geschäftsleitungsmitgliedern von Unternehmen. Diese Resultate fließen neben den harten Wirtschaftsdaten wie der Beschäftigungsrate und Handelsstatistiken ebenfalls in das IMD-Ranking ein. Die Umfrage zeigt, dass die Wirtschaftsführer vor allem die politische Stabilität, den Bildungsstand, die Verfügbarkeit von Fachkräften, die Infrastruktur und die Forschungskultur schätzen. Erstmals seit fünf Jahren nicht mehr in den Top drei vertreten sind die USA. Die größte Volkswirtschaft der Welt wurde von Singapur überholt und liegt neu auf Position vier.

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