OMV und Gazprom bauen Zusammenarbeit aus

Der österreichische Energiekonzern baut seine Zusammenarbeit mit dem russischen Gaskonzern Gazprom aus.

Der österreichische Energiekonzern OMV intensiviert seine Zusammenarbeit mit der russischen Gazprom. Gemeinsam wollen sie ihre Aktivitäten beim Ausbau der Gastransport-Infrastruktur in Mittel- und Südosteuropa koordinieren, wie die beiden Konzerne erklärten. Eine entsprechende Absichtserklärung sei in St. Petersburg unterschrieben worden. Zudem unterzeichneten beide Firmen ein Rahmenabkommen zur Zusammenarbeit bei Transport und Vermarktung von verflüssigtem Erdgas (LNG). Dies betrifft ein kleines LNG-Produktionsterminal an der russischen Schwarzmeerküste.

Mit der Gazprom-Öltochter Gazprom Neft will OMV bei der Erschließung von Ölvorkommen im Iran zusammenarbeiten. Dazu unterzeichneten beide Seiten eine Absichtserklärung. Mögliche Bereiche der Kooperation umfassen demnach vorläufig Analyse, Bewertung und Studie von ausgewählten Öllagerstätten in der Islamischen Republik gemeinsam mit staatlichen iranischen Ölkonzern NIOC. Nach der Aufhebung internationaler Sanktionen im Zuge der Einigung im Streit über das iranische Atomprogramm streben immer mehr ausländische Energiekonzerne zurück in den ölreichen OPEC-Staat.

OMV hatte seine Geschäfte im Iran 2001 gestartet und sie im Zuge der von der damaligen US-Regierung erlassenen Sanktionen 2006 gestoppt. Inzwischen haben die Österreicher wieder Kooperationsvereinbarungen mit dem Iran geschlossen. Der Iran hat zu Jahresbeginn 29 ausländische Energiekonzerne für Öl- und Gasprojekte zugelassen. Darunter befinden sich neben OMV und Gazprom auch Total aus Frankreich, Eni aus Italien sowie Lukoil aus Russland. Die Aktie von OMV zeigt sich derzeit stark. Die Citi-Bank hatte ihre Kaufempfehlung bei 52,00 Euro bestätigt. Die Aktie sei günstig im Vergleich zu europäischen Branchenkollegen, konstatierten die Analysten.

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