Geschäftsklima im Mittelstand auf Rekordhoch

Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist einer Umfrage zufolge so gut wie seit Jahren nicht. Immer mehr Sorgen macht Firmenchefs und Geschäftsführern allerdings der Fachkräftemangel.

In der Frühjahrserhebung des Bankenverbandes BVR und der DZ Bank bewerten die 1500 repräsentativ befragten Unternehmen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die weiteren Aussichten mit Bestnoten, berichtet die dpa.

Fast neun von zehn Mittelständlern (88,4 Prozent) beurteilen ihre aktuelle Situation demnach als „sehr gut“ oder „gut“. Per Saldo habe es seit dem Start dieser Umfrage vor 22 Jahren nie ein so positives Ergebnis gegeben, teilten die genossenschaftlichen Institute mit.

Überwiegend erwarten die Firmen, dass sich ihre Geschäfte in den nächsten sechs Monaten weiter verbessern werden. Mit Ausnahme der Elektroindustrie fallen die Geschäftserwartungen in allen Branchen im Vergleich zur Herbstumfrage positiver aus.

So optimistisch habe sich der deutsche Mittelstand in Summe seit drei Jahren nicht mehr gezeigt, konstatieren die Autoren. Das Zinstief kurbelt die Nachfrage auf dem Bau an, die gute Arbeitsmarktsituation stützt den privaten Konsum, wovon etwa der Einzelhandel profitiert.

Acht von zehn (81,1 Prozent) Mittelständlern wollen in den nächsten sechs Monaten in ihr Unternehmen investieren, gut ein Viertel der Unternehmen (26,7 Prozent) will weiteres Personal einstellen.

Immer mehr Sorgen macht Firmenchefs und Geschäftsführern allerdings der Fachkräftemangel. „Sowohl die Digitalisierung als auch der fortschreitende Altersstrukturwandel werden in den nächsten Jahren für eine kontinuierliche Verschärfung dieses Problems sorgen“, heißt es in der Studie.

„Die mittelständischen Unternehmen investieren kräftig in Kapazitäten und Personal. Das ist ein klares Signal der Zuversicht“, konstatiert Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank für die Regionen West, Nord und Ost. „Allerdings erweist sich der Fachkräftemangel in manchen Branchen und Regionen immer mehr als Engpass, auch wenn die Unternehmen hier gezielt gegensteuern.“

Kommentare

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  1. Andy sagt:

    Dieser Mangel ist doch Hausgemacht, in einem „normalen“ Mark bestimmt dich der Preis eines Produktes nach Angebot und Nachfrage, offensichltich gilt das für den Arbeitsmarkt nicht. Man kann nicht erkennen, dass die Unternehmen dazu bereit sind der gesuchten Fachkraft auch merh Geld zu geben, bei „Verleihfirmen“ bleibt doch das meiste Geld hängen und die Person die dann für knapp über dem Mindestlohn arbeiten geht schaut in die Röhre, so geht man mit gut ausgebildeten Leuten nicht um. Ich denkw ri haben genügend Fachkräfte, mann müßte sie nur fair behandeln!