Nachwuchskräftesicherung: Ausbildung für Ausbilder wichtig

Für die optimale Weiterbildung der Mitarbeiter müssen auch die Ausbilder selbst gefördert werden. Dies kann auf vielfältige Art und Weise geschehen.

Die Sicherung von Nachwuchskräften wird für Unternehmen immer wichtiger. „Dabei spielt die Qualität der Ausbildung eine entscheidende Rolle“, sagt Michael Schmidt, Leiter des TÜV Rheinland Hochschul-Campus. „Im Zeitalter von Industrie 4.0 darf Wissensvermittlung nicht mehr allein an der Schiefertafel stattfinden“, so der Experte. Wie Auszubildende mit modernen Lernformen für ihren künftigen Beruf begeistert und im Unternehmen gehalten werden können, vermittelt ein neuer Lehrgang zum „Ausbildungsexperten“ am TÜV Rheinland Hochschul-Campus in Köln.

„Ausbildungsverantwortliche müssen junge Menschen in ihrer Lebenswelt abholen, um erfolgreich zu sein“, betont Schmidt. Damit meint er nicht allein, die Suche nach den Fachkräften von morgen auf digitale Kanäle auszuweiten. Vielmehr sollten soziale Medien wie WhatsApp, Facebook oder Instagram möglichst in die Ausbildung einbezogen werden, etwa in Form von digitalen Lerngruppen. „Statt Unterlagen in Papierform zu verteilen, können Dateien in digitaler Form in der Cloud bereitgestellt werden“, so Schmidt.

Sich moderner Medien zu bedienen, reicht nach Meinung des Leiters des Hochschul-Campus allerdings nicht aus, um der steigenden Zahl an Ausbildungswechseln oder gar -abbrüchen zu begegnen. Was den Verantwortlichen im Lehrgang zur Ausbildereignung unter anderem vermittelt wird, ist eine wertschätzende Kommunikationskultur im Unternehmen. Zeitgemäße Ausbildung setzt daher Teambuilding-Maßnahmen ebenso ein wie das Lernen in Gruppen und finde verstärkt im Dialog statt. „Der Ausbilder wird für den Nachwuchs zunehmend zum Coach und Begleiter“, sagt Schmidt.

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