Ökostrom-Anteil auf 35 Prozent gestiegen

Das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu drücken, sei jedoch nicht zu erreichen.

Der Anteil von Strom aus Wind, Wasser oder Sonne ist zur Jahresmitte auf über ein Drittel des Verbrauchs gestiegen. Der Anteil liegt den am Sonntag veröffentlichten Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) zufolge nach dem ersten Halbjahr bei rund 35 Prozent.

Vor einem Jahr waren es demnach noch knapp unter 33 Prozent. Der Anteil Erneuerbarer am Energieverbrauch insgesamt – also mit Verkehr und Wärme – sei praktisch nur wegen der Zuwächse bei Strom leicht auf gut 15 Prozent gewachsen, rechnete der BEE vor. Dies sei aber deutlich zu wenig, um das Ziel von 18 Prozent bis 2020 zu erreichen, worauf Deutschland sich in der EU verpflichtet hat. Der BEE glaubt, dass unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen nicht einmal 17 Prozent geschafft werden.

Auch das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu drücken, sei so nicht zu erreichen. Dies hatte auch die Regierung einräumen müssen. BEE-Geschäftsführer Harald Uphoff verlangte daher: „Die nächste Bundesregierung muss gleich nach der Bundestagswahl umfassende Maßnahmen für Erneuerbare Energien ergreifen, damit Deutschland seine Verpflichtungen erfüllen kann.“ Gerade im Verkehrs- und Wärmesektor sei man weit von den Zielen entfernt.

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