Euro-Zone: Industrie mit robustem Wachstum

Die Industrie der Euro-Zone kommt immer besser in Schwung: Ihre Geschäfte legten im Juni so kräftig zu wie seit über sechs Jahren nicht mehr.

Die meisten Euro-Länder beschleunigen ihr Wachstum. (Foto: dpa)

Die meisten Euro-Länder beschleunigen ihr Wachstum. (Foto: dpa)

Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 0,4 auf 57,4 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter 3000 Firmen mitteilte. Bereits bei mehr als 50 Zählern signalisiert das Barometer ein Wachstum. „Die Exporte, die ja in den vergangenen Monaten nicht zuletzt dank des schwachen Euro so stark zugelegt haben wie seit sechs Jahren nicht mehr, liefern nach wie vor wichtige Wachstumsimpulse“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson: „Allerdings profitieren die Unternehmen momentan auch von der anhaltend starken Verbrauchernachfrage in den jeweiligen Binnenmärkten.“

Die Manager blicken auch optimistisch nach vorn: Ihre Geschäftsaussichten bewerteten sie so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr, während die Auftragsbestände sogar so deutlich zulegten wie seit sieben Jahren nicht mehr. „Es gibt jedenfalls keinerlei Anzeichen dafür, dass die beeindruckende Industriekonjunktur nur von kurzer Dauer sein könnte“, sagte Williamson. „Die Beschäftigung legt vor dem Hintergrund der robusten Nachfrage in rekordverdächtigem Tempo zu.“

Die meisten Euro-Länder beschleunigten ihr Wachstum, vom krisengeplagten Griechenland bis hin zu Frankreich, Italien, den Niederlanden, Irland, Griechenland und Österreich. Das Barometer für die deutsche Industrie kletterte auf 59,6 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit rund sechs Jahren. Ihre Aufträge nahmen so kräftig zu wie zuletzt im März 2011, die Exportaufträge erreichten sogar ein Sieben-Jahres-Hoch. „Die deutsche Industrie wartete auch im Juni mit einer beeindruckenden Vorstellung auf“, sagte Markit-Experte Trevor Balchin.

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BU

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