KOF Konjunkturbarometer: Perspektiven hellen sich wieder auf

Die Schweizer Wirtschaft gewinnt wieder an Fahrt.

Im Juni 2017 stand das Konjunkturbarometer mit einem neuen Wert von 105.5 Zählern klar über seinem langfristigen Mittel. Die wichtigsten positiven Impulse für die Dynamik des Barometers kamen im Juni aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Leicht negativ wirkten sich hingegen die Indikatoren aus dem Baubereich und jene für die Exportentwicklung aus.

Innerhalb der Industrie wurde die bessere Stimmung insbesondere in den Branchen Holz, Nahrungsmittel und Metall sichtbar. Diese positiven Tendenzen wurden allerdings durch einen leicht verschlechterten Ausblick bei den Architekten etwas abgeschwächt.

Die Stimmungsaufhellung im Verarbeitenden Gewerbe liegt primär an der deutlich besseren Auftragslage im Juni 2017. Sie widerspiegelt sich jedoch auch in der Beurteilung der Geschäftslage und der Wettbewerbsfähigkeit. Die Unternehmen beurteilen Letztere im Vormonatsvergleich wieder optimistischer.

Im September 2016 fand das jährliche Update des KOF Konjunkturbarometers statt. Das Update betrifft dabei folgende Schritte: Neudefinition des Pools der Indikatoren, die in die Auswahlprozedur eingehen, Update der Referenzzeitreihe, eine erneute Ausführung des Selektionsmechanismus für die Variablenselektion. Der aktuelle Pool für die Variablenauswahl besteht aus über 400 Indikatoren. Bei der aufdatierten Referenzzeitreihe handelt es sich um die geglättete Verlaufswachstumsrate des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) gemäss der neuen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ESVG 2010, die Ende August 2016 veröffentlicht wurde. Diese wiederum basiert auf der Veröffentlichung des Vorjahres-BIP durch das Bundesamt für Statistik. Als Resultat der Variablenselektion basiert das auf datierte KOF Konjunkturbarometer nunmehr auf 272 Indikatoren (gegenüber 238 in der vorherigen Version). Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

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