OECD fordert mehr Investitionen in Infrastruktur und Bildung

Deutschland hinkt beim Einsatz digitaler Verwaltungsmethoden hinterher.

Trotz niedriger Zinsen sind die Investitionen von 9,3 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben 2009 auf 7,7 Prozent 2015 gesunken.

Die OECD plädiert für mehr staatliche Ausgaben in den Industrieländern. Einige Staaten hätten als Reaktion auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise mit höheren Sozialausgaben reagiert und viele andere hätten das Engagement der öffentlichen Hand auf niedrigem Niveau stabilisiert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag mit. „Die Staaten sollten jetzt damit beginnen, den seit 2009 anhaltenden kontinuierlichen Rückgang öffentlicher Investitionen zu korrigieren.“ Entscheidend seien mehr Ausgaben für Infrastruktur, Technologie, Ökostrom und Bildung, so die Industriestaaten-Gruppe.

Derzeit fließt etwa ein Drittel der öffentlichen Investitionen in den OECD-Ländern in Transport und Energie. Trotz niedriger Zinsen seien Investitionen von 9,3 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben 2009 auf 7,7 Prozent 2015 gesunken.

Die OECD schaut den Verwaltungen alle zwei Jahre auf die Finger. Demnach hinkt Deutschland beim Einsatz digitaler Verwaltungsmethoden zurück. „So reichten im OECD-Schnitt 2016 fast 36 Prozent der Bürger Anträge und Formulare bei der öffentlichen Verwaltung über das Internet ein – was einer Verdreifachung über zehn Jahre entspricht.“ In Deutschland lag der Anteil von Onlineanträgen dagegen nur bei rund 18 Prozent.

 

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