Studie: NRW-Unternehmen investieren wenig in Innovation

Technologieorientierte Neugründungen finden in NRW seltener statt als anderswo.

Nordrhein-westfälische Unternehmen geben einer Studie zufolge deutlich weniger Geld für Innovationen aus als Betriebe in anderen Bundesländern. Dem „Innovationsatlas“ des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge fließen nur 1,2 Prozent der Bruttowertschöpfung in die Bereiche Forschung und Entwicklung – das liegt deutlich unter dem Bundesschnitt von 2,1 Prozent.

Technologieorientierte Neugründungen finden im bevölkerungsreichsten Bundesland seltener statt als anderswo, auch die Beschäftigungsquote in technisch-naturwissenschaftlichen Akademikerberufen ist in vielen anderen Regionen deutlich höher. Nach der in Berlin vorgestellten Studie liegt NRW allerdings bei der Zahl der Patentanmeldungen auf Platz drei hinter Baden-Württemberg und Bayern. Bundesweiter Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen bei der Versorgung mit Breitband-Internet mit einer Quote von 82 Prozent der Haushalte.

Nach Einschätzung der IW-Ökonomen sind die regionalen Unterschiede in NRW sehr stark. So zählt etwa der Wirtschaftsraum um Remscheid, Solingen und Wuppertal zu den „dominierenden Innovationsregionen“ in Deutschland. Abgeschlagen ist hingegen die Region um Münster, Borken und Coesfeld, sie gilt der Studie zufolge als „schwache Innovationsregion“.

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