Im Süden viele Innovationen

Die technologisch ideenreichsten Regionen der Republik liegen nach einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Süddeutschland.

Die Innovationskraft konzentriert sich demnach auf relativ wenige Wirtschaftsräume mit internationalem Spitzenniveau vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, stellen die Kölner Ökonomen in ihrem erstmals erstellten Innovationsatlas fest. Dabei liegt der Raum um Stuttgart ganz vorn, gefolgt von Heidenheim/Ostalbkreis, Ingolstadt und München. „ Die Innovationskraft ist von herausgehobener Bedeutung bei der Frage, wovon wir morgen leben werden“, betonte IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös in Berlin.

Einige Regionen in Süddeutschland sind Ideenschmieden auf Weltniveau. Nirgends fließt hierzulande so viel Geld in Forschung und Entwicklung – und das zahlt sich aus: So liegt der Raum rund um Stuttgart mit 577 Patentanmeldungen pro 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten deutschlandweit an der Spitze.

Die Studie zog fünf Indikatoren zur Bewertung heran: Die Ausgaben der Unternehmen für Forschung und Entwicklung, die Beschäftigungsquote in technisch-naturwissenschaftlichen Akademikerberufen, die Zahl technologieorientierter Neugründungen, die Versorgung mit Breitband-Internet und die Zahl der Patentanmeldungen. Das IW grenzte dabei 85 regionale Wirtschaftsräume voneinander ab.

Bei den Neugründungen stechen im Osten Jena und Dresden positiv hervor. Bei den Patentanmeldungen im Verhältnis zur Beschäftigtenzahl liegen die VW-Standorte Braunschweig und Wolfsburg in der Spitzengruppe. Insgesamt gebe es „ein Süd-Nord-, ein West-Ost- und ein Stadt-Land-Gefälle“, erklärte Klös. Um schwächere Regionen auf ein höheres Niveau zu bringen, sollte der Staat eine verbindliche und langfristige steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung einführen, empfahl der IW-Geschäftsführer.

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