Schweiz: Außenhandel im ersten Halbjahr 2017

In den ersten 6 Monaten 2017 stiegen sowohl die Exporte (+ 4,4 Prozent) wie auch die Importe(+ 4,8 Prozent) beachtlich.

Während Erstere damit einen neuen Rekordstand aufweisen, schreiben die Importe den höchsten Wert seit 8 Jahren. In beiden Handelsrichtungen leisteten die chemisch-pharmazeutischen Produkte einen erheblichen Beitrag am Gesamtwachstum. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 19 Milliarden Franken.

Von Januar bis Juni 2017 nahmen die Exporte um 4,4 Prozent auf 109,6 Milliarden Franken zu (real: + 2,6 Prozent) – ein neuer Rekordwert. Sowohl im 1. wie auch im 2. Quartal 2017 resultierte gegenüber dem Vorquartal (saisonbereinigt) ein Plus von 2,2 bzw. 2,5 Prozent. Damit setzte sich der seit dem 3. Quartal 2015 insgesamt positive Exportverlauf fort. Die Importe wuchsen in den ersten 6 Monaten 2017 um 4,8 Prozent (real: + 0,8 Prozent) auf 90,7 Milliarden Franken. Seit Mitte 2015 weisen die Importe eine Wachstumstendenz auf, die nun im 2. Quartal 2017 saisonbereinigt mit + 5,7 Prozent (real: + 3,8 Prozent) eine eindrückliche Beschleunigung erfuhr.

Zwei Drittel der Exportsteigerung im 1. Halbjahr 2017 war auf die chemisch-pharmazeutischen Produkte zurückzuführen. Die Ausfuhren in diesem Segment erhöhten sich um 7 Prozent auf ein neues Rekordniveau. Dagegen stagnierten die zweit- und drittgrösste Sparte Maschinen und Elektronik bzw. Uhren. Letztere konnte damit ihren Abwärtstrend der letzten eineinhalb Jahre stoppen.

Um einen Fünftel – und damit am stärksten – stiegen die Ausfuhren von Textilien, Bekleidung und Schuhen (Rückwaren). Auch die Exporte der Metallsparte (+ 11 Prozent) wuchsen deutlich. Bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten verteilten sich die Mehrexporte auf immunologische Produkte (+ 1,2 Milliarden Franken), Medikamente (+ 993 Millionen Franken) und pharmazeutische Wirkstoffe (+ 889 Millionen Franken). Ebenfalls positiv entwickelten sich die Bijouterie und Juwelier-waren (+ 6 Prozent) sowie die Präzisionsinstrumente (+ 2 Prozent); Beide erreichten in den ersten 6 Monaten des Jahres 2017 einen Rekordwert. Dagegen sackten die Flugzeugausfuhren um einen Fünftel ab, wodurch sie die gesamte Fahrzeugsparte ins Minus (- 4 Prozent) zogen.

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