Österreich profitiert von stark entwickelter Industrie

Österreich ist mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 39.990 Euro eines der wohlhabendsten Länder der EU.

Österreichs Leistungsbilanz lag 2016 bei 2,5 Prozent des BIP. (Foto: Flickr/Paul/CC by nc 2.0)

Österreichs Leistungsbilanz lag 2016 bei 2,5 Prozent des BIP. (Foto: Flickr/Paul/CC by nc 2.0)

Zum Vergleich: Deutschland 37.900 Euro (2016). Das gesamte BIP umfasst nominell 352 Milliarden Euro. Davon entfallen auf Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei 1,2 Prozent; Sachgüterproduktion, Bergbau, Energie- und Wasserversorgung und Bauwesen 28 Prozent und auf Markt- und marktmäßige Dienstleistungen 70,7 Prozent.

Der in Österreich im internationalen Vergleich hohe Anteil der Industrie ist geprägt durch einen hochentwickelten Maschinenbau, zahlreiche Kfz-Zulieferer sowie etliche große Mittelständler, die hochspezialisiert und in ihrem Segment zum Teil Weltmarktführer sind.

Ein Kennzeichen der österreichischen Wirtschaft ist der hohe Anteil erneuerbarer Energie an der Energienutzung. Er beträgt ca. 33 Prozent (2015) am Bruttoendenergieverbrauch – am Stromverbrauch sogar über 70 Prozent.

Österreichs Leistungsbilanz lag 2016 bei 2,5 Prozent des BIP. Dies ist ausschließlich auf die positive Dienstleistungsbilanz zurückzuführen. Die Handelsbilanz blieb auch 2016 mit 4,4 Milliarden Euro negativ. Insgesamt exportierte Österreich 2016 Waren im Wert von 131,2 Milliarden Euro und importierte für 135,6 Milliarden Euro.

Insgesamt gingen 2016 rund 30,5 Prozent aller österreichischen Exporte nach Deutschland, während deutsche Lieferungen ca. 37,2 Prozent des österreichischen Importvolumens ausmachten. Dabei handelt es sich – in beide Richtungen – zu einem großen Teil um Vorprodukte und Komponenten, die im anderen Land eingebaut oder weiter verarbeitet werden und daher für Endverbraucher oft nicht sichtbar sind. Grenzüberschreitende Stromlieferungen haben erheblichen Umfang.

Relativ stark ist die Position österreichischer Unternehmen in Mittel- und Osteuropa. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf Exporte, sondern auch für Kapitalanlagen. Auf diese Region entfallen über 40 Prozent aller österreichischen Auslandsinvestitionen. Auch sind österreichische Banken stark in Ost- und Südosteuropa engagiert.

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