Digitalisierung braucht flexiblere Arbeitszeiten

Überkommene Vorschriften / Neuer Arbeitszeitrahmen

Die Arbeitgeber haben angesichts der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt von der künftigen Bundesregierung flexiblere Arbeitszeiten verlangt. „Mit dem Arbeitszeitgesetz aus dem letzten Jahrhundert können wir die Herausforderungen der Digitalisierung nicht meistern“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der Deutschen Presse-Agentur. „Bei der Digitalisierung ist Schnelligkeit Trumpf.“

Es dürfe nicht erneut eine Legislaturperiode verstreichen, ohne dass die Gesetze flexibilisiert würden. „Wir müssen weg vom Acht-Stunden-Tag hin zu einem auf die Woche ausgerichteten Arbeitszeitrahmen“, sagte Kramer. „Es geht nicht um eine Ausdehnung der Arbeitszeit, sondern es geht darum, die Arbeitszeit für Beschäftigte und Unternehmen flexibler zu gestalten.“

Als Beispiel nannte Kramer: „Eltern checken abends noch einmal schnell dienstliche E-Mails aus Übersee, sobald die Kinder im Bett sind.“ Heute widerspreche es dem Arbeitszeitgesetz, wenn der Arbeitnehmer dann direkt am nächsten Morgen wieder zur Arbeit komme. Es sei „höchste Zeit, diese überkommenen Vorschriften der Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert anzupassen“. Das helfe Unternehmen genauso wie Beschäftigten.

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