Schweiz: Bruttoinlandprodukt enttäuscht im zweiten Quartal 2017

Das BIP der Schweiz wuchs im 2. Quartal 2017 um moderate 0,3 Prozent.

Im Vergleich zum 1. Quartal (revidiert +0,1 Prozent statt +0,3 Prozent) entspricht dies einer leichten Beschleunigung. Auf der Produktionsseite des BIP trugen im 2. Quartal sowohl die Industriebranchen als auch einzelne Dienstleistungsbranchen zum Wachstum bei.

Das verarbeitende Gewerbe (+0,9 Prozent) erzielte ein Wachstum über dem historischen Mittel, konnte aber nicht ganz an die Dynamik des Vorquartals anknüpfen. Darüber hinaus stieg die Wertschöpfung in der Energiebranche spürbar an (+2,2 Prozent). Zwei wichtige Dienstleistungsbranchen wuchsen im 2. Quartal ebenfalls deutlich: das Gastgewerbe (+3,4 Prozent), das im Vorquartal nur verhalten expandiert hatte, und der Finanzsektor (+2,7 Prozent). Letzterer Sektor knüpfte somit, nach einem negativen 1. Quartal, an den positiven Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2016 an. Einige andere Dienstleistungsbranchen entwickelten sich dagegen schwach. Im Handel (-0,2 Prozent), in der öffentlichen Verwaltung (-0,1 Prozent) und im Gesundheitssektor (-0,1 Prozent) war die Wertschöpfung leicht rückläufig. Bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (+0,0 Prozent) stagnierte sie.

Auf der Verwendungsseite des BIP stützte die inländische Endnachfrage das Wachstum. Der private Konsum (+0,2 Prozent) wuchs moderat – getragen insbesondere von den Bereichen Gesundheitspflege, Wohnen und Energie sowie Restaurants und Hotels. Die Konsumausgaben für Bekleidung und Schuhe sowie Möbel und Innenausstattung waren dagegen rückläufig. Der Staatskonsum (+0,3 Prozent) erhöhte sich ebenfalls. Die Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen (+0,3 Prozent) schwächte sich gegenüber dem Vorquartal spürbar ab. Positive Impulse kamen von den Rubriken sonstige Fahrzeuge und Dienstleistungen EDV, während die Investitionen in Maschinen und Automobile rückläufig waren. Die Bauinvestitionen (+0,8 Prozent) gewannen nach zwei schwächeren Quartalen an Fahrt.

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