Zweite Stromautobahn verbindet Ostdeutschland und Bayern

Transport von Windstrom von Nord nach Süd erleichtert.

Die Leitung war seit 2008 in mehreren Abschnitten in Betrieb gegangen und wird nun komplett mit zwei Stromkreisen genutzt. (Foto: dpa)

Die Leitung war seit 2008 in mehreren Abschnitten in Betrieb gegangen und wird nun komplett mit zwei Stromkreisen genutzt. (Foto: dpa)

Nach 15 Jahren Planung und Bau verbindet seit Donnerstag eine zweite Höchstspannungsleitung Nordostdeutschland und Bayern. Die sogenannte Südwest-Kuppelleitung soll die Energiewende voranbringen, indem sie den Transport von Windstrom von Nord nach Süd erleichtert.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gab in Berlin das Schaltkommando, mit dem die 200 Kilometer lange Trasse unter Strom gesetzt wurde: „Damit hat München unseren erneuerbaren Strom.“ Der Regierungschef betonte: „Energiewende heißt auch: Investitionen und Eingriffe in die Natur.“

Die auch Thüringer Strombrücke genannte Trasse mit 400 Masten überquert auch den Thüringer Wald, der genaue Verlauf zwischen Bad Lauchstädt bei Halle und dem oberfränkischen Redwitz war jahrelang umstritten. Der Netzbetreiber 50Hertz sicherte zu, bei den anstehenden Ausbauprojekten die Öffentlichkeit früher zu beteiligen. „Wir brauchen den Netzausbau“, sagte Vorstandschef Boris Schucht.

Die Leitung war seit 2008 in mehreren Abschnitten in Betrieb gegangen und wird nun komplett mit zwei Stromkreisen genutzt. Sie kann nach Betreiberangaben 5000 Megawatt transportieren, was der Leistung mehrerer Atomkraftwerke entspricht. Die Leitung soll Engpässe beim Stromtransport verhindern und so Kosten dämpfen. Bislang waren der Nordosten und Bayern nur über eine Höchstspannungsleitung von Remptendorf in Thüringen und Redwitz verbunden.

 

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