Baubranche: Handwerk steigert Umsatz im zweiten Quartal

Das deutsche Handwerk kann ein spürbares Wachstum verzeichnen. Besonders die Baubranche beschäftigt immer mehr Menschen.

Das deutsche Handwerk hat seine spürbare Erholung im Frühjahr fortgesetzt. Der Umsatz lag zwischen April und Juni um 1,7 Prozent über dem zweiten Quartal 2016, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. In der gleichen Zeit kletterte die Zahl der Beschäftigten um 0,8 Prozent. In fünf der sieben Gewerbegruppen des Handwerks gab es höhere Umsätze. Das mit 5,1 Prozent größte Plus schaffte das Bauhauptgewerbe, wo die Geschäfte vor allem im Wohnungsbau seit längerem boomen.

Im Juni stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 3,4 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Der Umsatzanstieg betrifft fast alle Bereiche des Bauhauptgewerbes in Deutschland, darunter die wichtigsten Zweige Tiefbau (plus 4,9 Prozent) und Hochbau (plus 3,2 Prozent).

Das Bauhauptgewerbe profitiert schon länger vom Immobilienboom. 2016 war der Umsatz der Branche das sechste Jahr in Folge gestiegen. Dieses Jahr rechnet die Bauindustrie mit 320.000 fertig gestellten Wohnungen und damit deutlich mehr als im Vorjahr (278.000), wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zuletzt mitteilte.

Das Bauhauptgewerbe umfasst den Bau von Häusern, Gebäuden, Straßen und Leitungen. Berücksichtigt in der Statistik werden Betriebe mit 20 und mehr Mitarbeitern. Kleinere Firmen werden per Daten der Finanzämter und der Bundesagentur für Arbeit ergänzt.

Die relativ hohen Zuwächse im Lebensmittelgewerbe (+4,1 Prozent) gehen dem Amt zufolge auch auf die umsatzstarken Osterfeiertage zurück. Denn diese lagen 2017 im zweiten Quartal und 2016 im ersten Quartal.

Geringere Umsätze als vor Jahresfrist verzeichneten der Gesundheitsbereich (-0,2 Prozent) und das Kraftfahrzeug-Gewerbe (-0,3 Prozent). Der Branchenverband ZDH peilt für das laufende Jahr für das gesamte Handwerk drei Prozent mehr Umsatz an.

Auch die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich: Ende Juni 2017 waren in den Betrieben 0,8 Prozent mehr Menschen tätig als ein Jahr zuvor. Nach einer früheren Erhebung für das Jahr 2014 beschäftigt das Handwerk in Deutschland etwa 4,1 Millionen Menschen.

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