IT-Sicherheit starkes Kriterium für Investitionsentscheidungen

Hohe Investitions-Entscheidungen / Cyber-Sicherheit ist elementar für die laufende Automatisierung im Mittelstand

Laut einer Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, die in den Jahren 2015 und 2016 durchgeführt wurde zeigt sich, dass bei Cyber-Angriffen nahezu in der Hälfe der Fälle die Angreifer erfolgreich waren. Die Fortschreibung der Zahlen aus der Umfrage 2014 zeigt, dass die Cyber-Sicherheitslage für Unternehmen und Behörden weiter angespannt bleibt.

Den betroffenen Unternehmen entstanden Schäden durch Betriebs- bzw. Produktionsausfälle und Kosten für die Wiederherstellung der betroffenen Systeme.

Nicht von ungefähr steigen deshalb die IT-Budgets der Unternehmen. Denn für Finanzchefs kann ein sorgloser Umgang mit dem Thema sehr teuer werden.

Nach einer Studie wollen etwa die Hälfte der Unternehmen ihren Etat für IT-Beratung 2017/2018 um bis zu 5 Prozent steigern – rund 7 Prozent planen annähernd eine Erhöhungen um 5 bis 10 Prozent. Die Werte sind darauf zurückzuführen, dass Betriebe eine Mischung aus Cloud-Systemen und Software-Lösungen nutzen werden. Beide müssen jedoch miteinander verknüpft werden. Weshalb etwa ein Drittel der Firmen mit feststehenden Budgets rechnet. Lediglich bei rund 16 Prozent nehmen die Ausgaben für Beratung und Integration eher ab.

Da Automatisierung selbstverständlich laufende Kosten senken kann, sind in diesem Zusammenhang die Erhebungen der größten Digitalisierung-Potentiale für die einzelnen Industriezweige interessant. Demnach liegen sie beim Maschinenbau unter der Rubrik „sehr stark“ bei 34 Prozent und „stark“ bei 47 Prozent. Bei der Elektrotechnik liegen die Potentiale „sehr stark“ bei 30 Prozent und „stark“ bei 34 Prozent, bei der Konsumgüter-Industrie „sehr stark“ bei 23 Prozent und „stark“ bei 43 Prozent und beim Handel „sehr stark“ bei 42 Prozent, „stark“ bei 37 Prozent.

Laut der Studie lässt das Investitionsverhalten in den laufenden IT-Betrieb ebenso auch darauf schließen, wie weit die Entwicklung der digitalen Transformation in den Unternehmen schon fortgeschritten ist. Die Ausgaben für den laufenden Betrieb bei Anwendung und IT-Infrastruktur lässt sich vielfach dann verringern, wenn bereits automatisiert wurde.

Somit haben die Finanzchefs auch stets das Thema IT-Sicherheit auf der Agenda. Mehr als ein Drittel der Unternehmen erklärten, das Thema IT-Security stelle ein „sehr starkes“ Kriterium für Investitionsentscheidungen dar. 44 Prozent beabsichtigen „starke“ Investitionen – somit steht das Sicherheitsthema bei insgesamt weit über 70 Prozent der Unternehmen im Mittelpunkt. Nicht zuletzt hatten die Schlagzeilen über die Angriffe von Wanna Cry oder Petya für höchste Aufmerksamkeit gesorgt.

Die EU-Kommission plant derzeit eine Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (Enisa). Der Schaden von IT-Attacken in der EU wird unter Berufung auf Europol auf 265 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.