Wirtschaft: EU-Kanada-Handelspakt Ceta ist „starkes Signal“

Ceta tritt weitgehend in Kraft / Zoll und Handelsschranken werden abgebaut.

Die deutsche Wirtschaft hofft nach dem vorläufigen Inkrafttreten des europäisch-kanadischen Handelspaktes Ceta auf weitere Freihandelsabkommen. „Es ist wichtig, dass die EU gerade jetzt bei der Frage weltweit offener Märkte mit Partnern vorangeht“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur. „Vor dem Hintergrund des weltweit zunehmenden Protektionismus wird es wichtiger, für offene Märkte zu streiten und internationale Zusammenarbeit zu gestalten.“

Ceta wird von diesem Donnerstag an europaweit in wesentlichen Teilen vorläufig angewendet. Mit dem Pakt werden Zölle und andere Handelsschranken abgebaut. Das EU-Kanada-Abkommen war im vergangenen Jahr nach mehrjährigen Verhandlungen unterzeichnet worden.

Moderne Abkommen wie Ceta eröffnen laut DIHK neue Marktchancen und sichern europäische Errungenschaften wie Standards beim Verbraucher- oder Umweltschutz. „Die EU braucht sich in Sachen Handelspolitik nicht zu verstecken – sie kann die Globalisierung positiv mitgestalten“, sagte DIHK-Chef Schweitzer. Mit dem vorläufigen Inkrafttreten setze die EU auch in den transatlantischen Beziehungen ein starkes Signal.

Kritiker hingegen warnen vor einem Abbau europäischer Standards, Nachteilen für die hiesige Wirtschaft und undurchsichtigen Regeln für den Investorenschutz.

Kanada ist ein wichtiger Wirtschaftspartner. Das jährliche Handelsvolumen mit der EU, dem zweitwichtigsten Handelspartner Kanadas, beträgt nach Angaben des DIHK mehr als 63 Milliarden Euro. Allein der Außenhandel mit Deutschland liege bei 14 Milliarden Euro.

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