Studie: Deutschland fünfter im weltweiten Wettbewerbsranking

Konjunkturentwicklung zyklisch / Stützung vor allem durch die außergewöhnlich niedrigen Zinsen

Deutschland zählt einer Studie zufolge zu den zehn wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Nach einer Analyse des Weltwirtschaftsforums (WEF) belegt die Bundesrepublik im Ranking von 137 Volkswirtschaften auch dieses Jahr den fünften Platz. Deutschland punktet demnach vor allem mit der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes bei weiter hohem Schutz von Arbeitnehmerrechten sowie mit Innovationen. Spitzenreiter ist das neunte Jahr in Folge die Schweiz vor den USA und Singapur. Auf Rang vier kommen die Niederlande.

Nach Einschätzung der Autoren des „Global Competitiveness Report 2017-2018“ gibt es indes auch zehn Jahre nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise wenig Aussicht auf eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung. Die aktuelle Konjunkturentwicklung scheine zyklisch und vor allem gestützt durch die außergewöhnlich niedrigen Zinsen.

Probleme werden vor allem bei den Finanzsystemen gesehen: Diese hätten sich immer noch nicht vom Schock von 2007 erholt, in manchen Teilen der Welt nehme ihre Stabilität sogar weiter ab. Ein weiterer Punkt: Arbeitsmärkte benötigten ein ausgewogenes Verhältnis von Flexibilität und sozialem Schutz.

Bei dem zu erwartenden massiven Wegfall von Jobs durch Automatisierung und Robotisierung sei es unter anderem wichtig, Arbeitnehmer in Übergangsphasen zu unterstützen. „Länder, die sich auf die vierte industrielle Revolution einstellen und gleichzeitig ihre politischen, ökonomischen und sozialen Systeme stärken, sind die Sieger im künftigen Wettbewerbsrennen“, sagte Klaus Schwab, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Weltwirtschaftsforums voraus.

Das jährliche Ranking erfolgt nach zwölf einheitlichen Kriterien für Wettbewerbsfähigkeit – darunter die Innovationsfähigkeit der Firmen, staatliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sowie der Zustand der Finanzmärkte, der Infrastruktur und des Bildungswesens.

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