Deutsche Wirtschaft sucht noch mehr Personal

Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Unternehmen war noch nie so groß wie heute.

Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts, das auf der Befragung von 9500 Unternehmen beruht, stieg im September um 1,1 auf 112,3 Punkte. „Das ist ein neues Allzeit-Hoch“, teilten die Wirtschaftsforscher am Mittwoch mit. „Die Beschäftigungszahlen in Deutschland werden demnach in den kommenden Monaten weiter steigen.“

Vor allem Elektrotechnik- und Maschinenbau-Industrie wollten ihren Mitarbeiterstamm ausweiten. Die Einstellungsbereitschaft bei den Dienstleistern habe merklich zugenommen. Im Handel bleibe die Beschäftigungsdynamik verhalten expansiv. Auch die Bauunternehmen planten weitere Neueinstellungen, wenn auch etwas weniger als zuletzt.

Die Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen rechnen in den kommenden Monaten mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen. Das sei beachtlich, denn in den kommenden Monaten würden viele Integrationskurse für Flüchtlinge enden und sich mehr Zuwanderer arbeitslos melden, sagte Enzo Weber vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Der starke Aufwärtstrend im deutschen Arbeitsmarkt bleibt stabil.“ Die Zunahme der Beschäftigung sei auf die anhaltend gute Konjunktur zurückzuführen.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer stieg im September um 0,3 auf 104,1 Punkte. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). Die Arbeitslosenzahlen für September veröffentlicht die Bundesagentur an diesem Freitag (29. September).

 

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