Wirtschaftswachstum in Österreich nur moderat

Im Dienstleistungsbereich insgesamt lag das reale Wachstum mit 1,4 Prozent etwas über dem des Produzierenden Bereiches mit 1,2 Prozent - dies bedeutet einen realen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung von 1,3 Prozent.

Das österreichische Wachstum liegt unter zwei Prozent. (Foro: flickr.com/ JWPhotography2012/CC BY 2.0)

Das österreichische Wachstum liegt unter zwei Prozent. (Foro: flickr.com/ JWPhotography2012/CC BY 2.0)

Im Jahr 2016 wuchs die österreichische Wirtschaft nach Berechnungen von Statistik Austria real um 1,5 Prozent. Die nach der Stagnation im Jahr 2013 wieder einsetzende wirtschaftliche Dynamik (2014: +0,8 Prozent; 2015: +1,1 Prozent) setzte sich damit auch 2016 fort, blieb jedoch hinter dem im internationalen Umfeld beobachteten Wachstum zurück.

Die Europäische Union insgesamt verzeichnete nach bisher vorliegenden Ergebnissen ein reales Wachstum von 1,9 Prozent. Im Euroraum (+1,8 Prozent) war die reale Wirtschaftsentwicklung etwas gedämpfter. Die deutsche Wirtschaft (+1,9 Prozent) entwickelte sich 2016 wesentlich stärker als die österreichische (Qelle: Destatis.de; Eurostat Datenbank, September 2017).

Das österreichische Bruttoinlandsprodukt zu laufenden Preisen lag 2016 bei rund 353,3 Milliarden Euro (nominell +2,6 Prozent), was einem Wert von 40.420 Euro pro Einwohner entspricht.

Produzierender Bereich und Dienstleistungen entwickeln sich ähnlich

Eine detaillierte Betrachtung des Produktionsansatzes nach Wirtschaftsbereichen zeigt, dass sich alle bedeutenden Branchen durchwegs positiv entwickelten. Mit einem Plus von 2,5 Prozent erzielten die Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 2016 das kräftigste reale Wachstum, was sich auch in einem Zuwachs bei den Nächtigungen und einem deutlichen Reiseverkehrsüberschuss zeigt. Entsprechend dem gesamtwirtschaftlichen Trend entwickelten sich die Herstellung von Waren (+1,3 Prozent) und der Handel (+1,4 Prozent) positiv. Die Bauwirtschaft konnte nach Rückgängen in den letzten Jahren wieder einen realen Zuwachs der Bruttowertschöpfung (+0,6 Prozent) verzeichnen. Bei den sonstigen Dienstleistungen war ein realer Rückgang von -0,7 Prozent zu beobachten, was vor allem an den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung lag.

Verwendungsseitig entwickelte sich die Nachfrage nach Investitionsgütern mit einem realen Wachstum von 3,7 Prozent am kräftigsten: Ein starker Zuwachs war sowohl bei Maschinen (+6,7 Prozent) als auch bei Fahrzeugen (+14,7 Prozent) zu beobachten.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.