Schweiz: Zahl der Neugründungen 2015 deutlich gesunken

2015 wurden in der Schweiz 39.526 neue Unternehmen gegründet. Dies sind 2952 weniger als im Vorjahr (-6,9 Prozent).

Soweit die jüngsten Ergebnisse der Statistik der Unternehmensdemografie (UDEMO) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Für 2016 lagen noch keine entsprechenden Erhebungen vor.

34.491 bzw. 87,3 Prozent der im Jahr 2015 „ex nihilo“ (tatsächlich neu) gegründeten Unternehmen entfallen auf den tertiären Sektor, der trotz eines Rückgangs von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach wie vor am stärksten vertreten ist. Die meisten Unternehmen wurden in den Wirtschaftszweigen „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (8242 Unternehmen bzw. 20,9 Prozent aller Neugründungen), „Handel und Reparaturen“ (4722; 11,9 Prozent) sowie „Gesundheits- und Sozialwesen“ (4403; 11,1 Prozent) gegründet.

Auch in Bezug auf die neu geschaffenen Stellen führt der Wirtschaftszweig „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (10.183 Stellen bzw. 18,6 Prozent aller im Verlauf der Aktivitätsperiode geschaffenen Stellen) die Rangliste an, gefolgt von „Handel und Reparaturen“ (6547; 12,0 Prozent) sowie „Immobilienwesen, wirtschaftliche Dienstleistungen“ (5675; 10,4 Prozent).

In den meisten Wirtschaftszweigen sank sowohl die Zahl der neuen Unternehmen als auch die der neu geschaffenen Stellen. Einige der stärksten Abnahmen betreffen Wirtschaftszweige, die am meisten neue Unternehmen und Stellen schaffen, unter anderem „Handel und Reparaturen“ (Neugründungen: -13,1 Prozent; neue Stellen: -9,9 Prozent), „Gesundheits- und Sozialwesen“ (-11,3 Prozent; -7,0 Prozent) sowie „Sonstige Dienstleistungen“ (-11,9 Prozent; -9,7 Prozent). Lediglich drei Wirtschaftszweige verzeichneten sowohl hinsichtlich der Anzahl Neugründungen als auch bei den geschaffenen Stellen ein Plus. Dabei registrierte der Wirtschaftszweig „Gastgewerbe, Beherbergung“ (Neugründungen: +11,8 Prozent; neue Stellen: +16,8 Prozent) die stärkste Zunahme. Über alle Neugründungen betrachtet blieb ihr Anteil jedoch sehr gering.

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