Elektronikverband pocht auf eigene 5G-Mobilfunknetze der Unternehmen

Für die schnurlose Vernetzung der Maschinenparks unerlässlich.

5G-Netze gelten als Voraussetzung für die Vernetzung von Industriemaschinen unter dem Stichwort „Industrie 4.0“. (Foto: dpa)

5G-Netze gelten als Voraussetzung für die Vernetzung von Industriemaschinen unter dem Stichwort „Industrie 4.0“. (Foto: dpa)

Der Verband der Elektronikunternehmen ZVEI will seinen Mitgliedern den Bau eigener Mobilfunknetze der kommenden Generation ermöglichen. „Wir wollen beim industriellen 5G-Einsatz in unseren Fabriken nicht von der Infrastruktur eines bestimmten Netzbetreibers vor Ort abhängig sein“, zitiert die „Wirtschaftswoche“ (Freitag) den Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Der Verband fordert demnach von der Bundesnetzagentur, dass seine Mitglieder in Fabriken eigene „private 5G-Netze“ aufbauen dürfen.

Die 5G-Netze sollen Grundlage des Internets der Dinge werden und gelten als Voraussetzung für die Vernetzung der Industriemaschinen unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“. Private 5G-Netze dürften für die Mobilfunkbetreiber in Deutschland – der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland – eine unliebsame Konkurrenz sein.

Aufgrund der bisher schlechten Mobilfunkabdeckung in ländlichen Regionen bezweifelten Firmenchefs, dass die Netzbetreiber dort rasch genug eine stabile 5G-Versorgung auch in den Produktionshallen garantieren können, heißt es in dem Bericht. Diese sei für die schnurlose Vernetzung der Maschinenparks aber unerlässlich. Ein künftiger 5G-Standard soll höhere Datenübertragungsraten und schnellere Reaktionszeiten bieten. Einsetzbar sein wird der Nachfolger von LTE/4G aber laut Experten aller Voraussicht nach nicht vor 2019 oder 2020.

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Bild: Industrie 4.0
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