Schweizer Firmen investieren in Bildung ihrer Angestellten

Im Vergleich zu 2011 ist die Teilnahme an Weiterbildungen 2016 leicht gestiegen.

Bei den beruflich orientierten Veranstaltungen sind die am stärksten besuchten Themen „Wirtschaft, Arbeit“ (30 Prozent). (Foto: Jan Woitas/dpa)

Bei den beruflich orientierten Veranstaltungen sind die am stärksten besuchten Themen „Wirtschaft, Arbeit“ (30 Prozent). (Foto: Jan Woitas/dpa)

Der Anteil der 15- bis 75-jährigen Wohnbevölkerung, der sich weitergebildet hat, hat sich von 58 Prozent auf 63 Prozent erhöht. Der Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen (Kurse, Seminare, Workshops, Kongresse, Schulungen am Arbeitsplatz) ist auch 2016 mehrheitlich beruflich motiviert. 33,6 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren haben sich in den zwölf Monaten vor dem Befragungszeitpunkt ausschliesslich aus beruflichen, 13,1 Prozent ausschliesslich aus ausserberuflichen und 15,7 Prozent sowohl aus beruflichen als auch aus ausserberuflichen Gründen weitergebildet.

Bei den beruflich orientierten Veranstaltungen sind die am stärksten besuchten Themen „Wirtschaft, Arbeit“ (30 Prozent), „Wissenschaft, Technik“ (20 Prozent) und „Gesundheit“ (16 Prozent). Bei den ausserberuflichen liegen die am häufigsten besuchten Veranstaltungen in den Themenbereichen „Sport, Kunst, Kreatives“ (35 Prozent) „Sprachen“ (13 Prozent) und „Wissenschaft, Technik“ (12 Prozent). Arbeitsmarktstatus und Bildungsniveau spielen eine Rolle

Die Integration auf dem Arbeitsmarkt sowie das Bildungsniveau stehen in einem positiven Zusammenhang mit der Weiterbildungsteilnahme. Während sich 71 Prozent der Erwerbstätigen weiterbildet, sind es bei den Erwerbslosen (gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamts ILO) 57 Prozent und bei den Nichterwerbspersonen 37 Prozent.

2016 wurden auch Unternehmen zu ihren beruflichen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten befragt (Referenzjahr 2015). Im Jahr 2015 haben rund 89 Prozent der Unternehmen in der Schweiz Weiterbildungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt. Bei der letzten Messung 2011 lag dieser Anteil bei 83 Prozent. Im Durchschnitt konnten 44 Prozent der Beschäftigten von einer Unterstützung profitieren. Im Vergleich zu 2011 (43 Prozent) ist diese praktisch gleich geblieben.

In Unternehmen ab 250 Beschäftigten ist der Anteil der unterstützten Beschäftigten signifikant höher als in kleineren Unternehmen. Die Teilnahmequote variiert zudem stark zwischen den verschiedenen Wirtschaftsabschnitten.

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