Schweizer erwarten stark steigende Preise

Der Index der Konsumentenstimmung vom Oktober 2017 liegt bei -2 Punkten und damit über dem langjährigen Mittelwert (-9 Punkte).

Konsumenten bleiben optimistisch bezüglich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. (Foto: dpa)

Konsumenten bleiben optimistisch bezüglich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. (Foto: dpa)

Seit vergangenem Juli (-3 Punkte) hat sich die Stimmungslage praktisch nicht verändert. Im Verlauf von 2017 war – mit Ausnahme der leicht schwächeren Ergebnisse im April – die Konsumentenstimmung sehr stabil und übertraf die Werte der beiden Vorjahre merklich. Einen noch höheren Stand erreichte der Index zuletzt im Juli 2014.

Die Konsumenten beantworteten die vier Fragen, die in die Berechnung des Index einfliessen, nicht wesentlich anders als in der Erhebung vom Juli. Sie bleiben optimistisch bezüglich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Auch die Aussichten am Arbeitsmarkt werden erneut besser beurteilt als im langjährigen Mittel. So ist der Teilindex zur erwarteten Entwicklung der Arbeitslosen um 2 auf +39 Punkte und somit weiter unter den Durchschnitt (+50 Punkte) gefallen. Dagegen bleiben die Erwartungen für die zukünftige finanzielle Lage des eigenen Haushalts pessimistisch.

Eine signifikante Änderung der Umfrageresultate zeigt sich zudem bei den Einschätzungen der vergangenen sowie der erwarteten Preisentwicklung. Der Teilindex zur Beurteilung der Preisentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten stieg von +40 Punkten auf +48 Punkte, derjenige zur erwarteten Preisentwicklung von +45 Punkten auf +56 Punkte. Beide Indizes befinden sich damit auf dem höchsten Stand seit April 2011.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Oktoberumfrage, dass die Konsumenten zwar von einer positiven Entwicklung der Schweizer Wirtschaft und einer Erholung am Arbeitsmarkt ausgehen, aber skeptisch bezüglich der persönlichen Teilhabe am Aufschwung bleiben. Dass für die finanzielle Haushaltslage eine unterdurchschnittliche Entwicklung erwartet wird, könnte auch mit der gestiegenen Inflationserwartung zusammenhängen, welche die erwartete Reallohnentwicklung dämpft. Falls sich aber die erwartete positive Entwicklung am Arbeitsmarkt realisiert, dürften nach und nach mehr Haushalte von der Konjunkturerholung profitieren.

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