Österreich: Kosten für Neubauten steigen deutlich

Der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau (Basisjahr 2015) betrug laut Berechnungen von Statistik Austria im 3. Quartal 2017 103,7 Indexpunkte, womit er sich sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal (+2,2 Prozent) als auch gegenüber dem Vorquartal (+0,3 Prozent) erhöhte.

Der gesamte Hochbau verzeichnete im 3. Quartal 2017 mit 105,1 Indexpunkten einen Anstieg von 2,9 Prozent zum Vorjahresquartal und von 0,7 Prozent zum Vorquartal. Die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau sowie Sonstiger Hochbau wiesen einen Indexstand von 105,0 bzw. 105,2 auf, womit sich beide Indizes gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent bzw. 2,8 Prozent deutlich erhöhten.

Wie auch die Hochbausparten, wiesen die Tiefbausparten im 3. Quartal 2017 Preisanstiege im Vorjahresvergleich auf. Der gesamte Tiefbau erreichte 102,0 Indexpunkte (+1,2 Prozent zum Vorjahresquartal, unverändert zum Vorquartal). Der Index des Straßenbaus (102,1 Indexpunkte) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent. Der Brückenbau hielt bei einem Indexstand von 101,9 Punkten (+1,1 Prozent zum 3. Quartal 2016; +0,1 Prozent zum 2. Quartal 2017). Der Baupreisindex für den Sonstigen Tiefbau (102,0 Indexpunkte) stieg zum Vorjahresquartal um 1,0 Prozent und blieb zum Vorquartal unverändert.

Im Vorjahresvergleich trugen im Hochbau im 3. Quartal 2017 vor allem die Bauleistungen der Professionisten, wie „Bewegliche Abschlüsse von Fenstern“, „Tischlerarbeiten“ und „Bauspenglerarbeiten“ zu den Preisanstiegen bei. Dies konnte bereits in den Vorquartalen beobachtet werden. Im Straßenbau verzeichneten die Leistungsgruppen „Betondecken, zementstabilisierende Tragschichten“, „Bituminöse Trag- und Deckschichten“ und „Beton-, Stahlbeton- und Mauerungsarbeiten“ die größten Preiserhöhungen zum Vorjahr. Eine ähnliche Entwicklung ist auch beim Baukostenindex für den Straßenbau zu beobachten. Im Brückenbau sind die stärksten Preisanstiege bei „Oberflächenschutz und Abdichtung von Beton“ und „Unterbauplanum und ungebundene Tragschichten“ bemerkbar. Der „Sonstige Tiefbau“ wies geringere Preisveränderungen als die anderen Tiefbausparten auf. Die größten Veränderungen zum Vorjahresquartal gab es bei „Beton- und Stahlbetonarbeiten“ sowie „Straßeninstandsetzungen“.

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