Österreichs Wirtschaft steigert Energieverbrauch

Der energetische Endverbrauch stieg im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 1.121 Petajoule (PJ; Umrechnung: 3,6 PJ = 1 TWh), wie aus aktuellen Berechnungen von Statistik Austria zur endgültigen Energiebilanz hervorgeht.

Die stärksten Produktionsanstiege von elektrischer Energie gegenüber dem Vorjahr wurden bei brennbaren Abfällen und Öl verzeichnet. (Foto: dpa)

Die stärksten Produktionsanstiege von elektrischer Energie gegenüber dem Vorjahr wurden bei brennbaren Abfällen und Öl verzeichnet. (Foto: dpa)

Dieser Anstieg wurde vor allem durch eine Steigerung beim Energieverbrauch des Industriesektors (+4,3 Prozent auf 329 PJ) und der Haushalte verursacht (+2,8 Prozent auf 272 PJ). Aufgrund der im Vergleich zu 2015 niedrigeren Außentemperaturen nahm die Heizgradsumme um 4,1 Prozent zu. Der Energieeinsatz im Verkehr stieg um 2,2 Prozent auf 385 PJ.

Bei allen Energieträgern stieg der energetische Endverbrauch 2016 deutlich gegenüber 2015: Erdölprodukte +2,9 Prozent auf 425 PJ, Kohle +0,9 Prozent auf 18 PJ, Fernwärme +2,0 Prozent auf 73 PJ, elektrischer Strom +1,3 Prozent auf 223 PJ, brennbare Abfälle +2,0 Prozent auf 13 PJ sowie erneuerbare Energieträger +3,6 Prozent auf 178 PJ. Die stärkste relative Erhöhung von 3,9 Prozent auf 192 PJ wurde bei Erdgas festgestellt.

Die stärksten Produktionsanstiege von elektrischer Energie gegenüber dem Vorjahr wurden bei brennbaren Abfällen (+19,5 Prozent auf 3 PJ) und Öl (+15,2 Prozent auf 4 PJ) verzeichnet, gefolgt von Naturgas (+10,4 Prozent auf 31 PJ) und den erneuerbaren Quellen Windkraft, Photovoltaik und Geothermie (+9,6 Prozent auf 23PJ). Im Gegensatz zu den Vorjahren wies die Produktion aus Wasserkraft 2016 einen Anstieg auf (+7,5 Prozent auf 143 PJ). Der Anteil anrechenbarer Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Photovoltaik und Geothermie) gemäß der Normalisierung laut EU-Berechnungsvorschrift hat 2016 gegenüber 2015 um 2,4 Prozentpunkte auf 71,7 Prozent zugenommen.

Der Endverbrauch von Fernwärme stieg mit 2,0 Prozent (auf 73 PJ) etwas weniger als die Heizgradsumme (+4,1 Prozent). 2016 entsprach die anrechenbare Produktion von Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern (Biomasse, Erdwärme und Solarwärme) 46,1 Prozent der Gesamterzeugung und blieb damit gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert.

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