Schweiz investiert in bessere Arbeitsbedingungen weltweit

Das SCORE-Programm (Sustaining Competitive and Responsible Enterprise) bietet seit 2009 KMU in SECO-Partnerländern Schulungen und betriebsinterne Beratung an.

Es ist etwa im verarbeitenden Gewerbe in Indonesien, Ghana und China aktiv, in der Agrarindustrie in Peru oder der Holzmöbelproduktion in Vietnam. Dank der Schulung werden die KMU international wettbewerbsfähiger, während sie gleichzeitig ihre Arbeitsbedingungen verbessern und produktiver werden. Dank dem Programm können zudem Schweizer Firmen auf nachhaltigere Lieferketten zurückgreifen.

Doppelt so produktiv, halb so viel Abfall

Bisher ermöglichte SCORE in über 1’400 Unternehmen in 15 Ländern Schulungen, von denen mehr als 300’000 Arbeitnehmende profitierten. Die Produktivität der KMU, in denen SCORE-Schulungen durchgeführt wurden, stieg um bis zu 50 Prozent. Gleichzeitig sanken die Produktion von Ausschussware um 64 und jene von Abfall um 48, die Zahl der Arbeitsunfälle um 29 und die krankheitsbedingte Personalausfälle um 22 Prozent. In der dritten Phase des SCORE-Programms sollen innovative Partnerschaften mit Einkäufern und Markenverbänden aufgebaut werden, damit diese die SCORE-Methoden vermehrt in ihre Strategien einfliessen lassen.

Mehr und bessere Jobs in KMU

KMU stellen zwei Drittel aller Arbeitsstellen weltweit und bereit und sorgen damit für einen wesentlichen Teil der Einkommen der Bevölkerung. KMU in Entwicklungs- und Schwellenländern sind aber oft weniger produktiv als Grossfirmen. Für sie ist es eine Herausforderung, Arbeits- und Umweltstandards einzuhalten.

Mit seiner wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Staatssekretariat für Wirtschaft die Unternehmen dabei, Fachwissen zu generieren und in gute Arbeitsbedingungen zu investieren. Wenn ein Unternehmen produktiver wird und seinen Marktanteil vergrössern kann, schafft es mehr und bessere Arbeitsplätze.

Die dritte Phase von SCORE wurde anlässlich einer Konferenz für nachhaltige Produktion und Lieferketten am 4. Dezember 2017 in Basel lanciert. Diese wurde von der Foreign Trade Association.

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