Junge Europäer sind Verlierer der Finanzkrise

Einer Studie zufolge werden viele junge Europäer Probleme haben, Vermögen aufzubauen und zu erhalten.

Laut dem Bericht des Credit Suisse Research Institute soll die Leistung der Weltwirtschaft seit der Finanzkrise 2008 um 27 Prozent auf ein Volumen 280 Billionen Dollar gewachsen sein.

Den größten Zuwachs hatten die USA zu verzeichnen. Die US-Wirtschaft wuchs um 8,547 Milliarden Dollar. An zweiter Stelle liegt China mit einem Zuwachs von 1,718 Milliarden Dollar. Deutschland ist mit 1,050 Milliarden Dollar drittplatziert.

Der durchschnittliche Wohlstand pro Person erreichte einen Mittelwert von 56.540 Dollar. 2007 lag dieser Wert bei etwa 52.074 Dollar. Doch dieser durchschnittliche Wohlstand umfasst alle Personen – einschließlich der reichsten Menschen. Problematisch ist, dass derzeit nur ein Prozent der Weltbevölkerung etwas mehr als die Hälfte, nämlich 50,1 Prozent, des gesamten Reichtums der Welt besitzen.

Personen, die zwischen 1980 bis 2000 geboren wurden, sind in Europa und in den USA besonders negativ von dieser Entwicklung betroffen. Denn diese schneiden in Bezug auf Einkommen und Wohneigentum schlechter ab als ihre Eltern – obwohl sie besser ausgebildet sind als ihre Eltern, schreibt die Credit Suisse.

Nur eine Minderheit dieser Generation wird diesen finanziellen Nachteil überwinden. „Studentendarlehen spielten in vielen Ländern eine immer wichtigere Rolle bei der Verschuldung. Besonders in den USA, aber auch in Deutschland ist dies offensichtlich. In den USA hatten 37 Prozent der 20- bis 29-Jährigen im Jahr 2013 Schulden aus Studentendarlehen. Dies machte 18 Prozent der Gesamtschulden dieser Altersgruppe aus, während in Deutschland zwölf Prozent dieser Altersgruppe Schulden aus Studentendarlehen hatten. Dies machte sechs Prozent der Gesamtschulden dieser Altersgruppe aus.“

Diese Altersgruppe wurde besonders stark von der Finanzkrise betroffen. Die hohe Arbeitslosigkeit, steigende Immobilienpreise und verteuerte Studentendarlehen schufen eine Ungleichheit bei der Verteilung des Vermögens. Credit Suisse führt aus, dass diese Altersgruppe besonders große Schwierigkeiten beim Aufbau von Vermögen haben wird – während die ohnehin Vermögenden ihr Vermögen weiterhin ausbauen werden.

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