Trotz Preisanstieg: Deutsche investieren in Immobilien

Der Umfang der Investitionen in Immobilien steigt in Deutschland kräftig.

Immobilienkäufer haben im vergangenen Jahr fast ein Viertel mehr Geld investiert als noch zwei Jahre zuvor. Das meiste Geld floss in Wohnungskäufe, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mitteilte. Investierten die Käufer 2014 noch insgesamt 191 Milliarden Euro in Immobilien, waren es 2016 schon 237,5 Milliarden Euro. Am teuersten ist nach wie vor München.

Dort kostete ein gebrauchtes freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus im Schnitt 8.500 Euro pro Quadratmeter. Mit 380 Euro mussten Käufer im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt deutlich weniger zahlen. Im Bundesschnitt kosteten diese Häuser 1.545 Euro pro Quadratmeter. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten in München 5.500 Euro je Quadratmeter – im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming aber nur 220 Euro. Vor allem Luxus-Immobilien sind in den vergangenen Jahren stark im Preis gestiegen.

Insgesamt gab es rund eine Million Transaktionen – ein Prozent weniger als 2015. Bei gebrauchten Mehrfamilienhäusern stagnierten die Preise und Transaktionen seit 2014. Bei Wirtschaftsimmobilien nahm die Zahl der Transaktionen ab – die Preise stiegen jedoch.

Doch für viele platzt der Traum von den eigenen vier Wänden. Fast die Hälfte der nicht über Immobilien verfügenden Europäer hat einer Studie der Bank ING zufolge die Hoffnung aufgegeben, dass sich ihr Wunsch noch erfüllen wird. Am stärksten ausgeprägt ist der Pessimismus in Großbritannien und in Deutschland.

Der Pessimismus kommt nicht von ungefähr, denn angesichts der niedrigen Zinsen in der Euro-Zone und auch in Großbritannien stürzen sich viele Anleger bei der Jagd nach Rendite auf „Betongold“.

Bei vielen Europäern gilt Immobilienbesitz als Statussymbol: 72 Prozent der befragten Polen halten es für ein äußeres Zeichen von Erfolg, in den eigenen vier Wänden leben zu können. Auch in der Türkei und in Rumänien (jeweils 70 Prozent) ist diese Sicht weit verbreitet. Laut Ökonom Bright hat die Studie auch ergeben, dass Hausbesitzer mit ihrer Wohnsituation zufriedener sind als Mieter.

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