Nachfrage nach Arbeitskräften steigt so stark wie selten zuvor

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Jahresende 2017 so stark zugenommen wie selten zuvor.

Der von der Bundesbehörde ermittelte monatliche Stellenindex BA-X – ein Indikator für die Zahl der offenen Stellen – sei im Dezember mit einem Plus von sechs Punkten auf 256 Zähler ungewöhnlich steil gestiegen, teilte die Bundesagentur am Dienstag in Nürnberg mit.

Die Zahl der sofort oder demnächst zu besetzenden Jobs habe damit zugleich ein Rekordniveau erreicht. Damit setzt sich die im Jahr 2014 eingeleitete Entwicklung fort. Die absolute Zahl der Stellen will die BA mit Bekanntgabe der Dezember-Arbeitslosenzahlen an diesem Mittwoch nennen. Im November hatte die Zahl der freien Stellen bei 772 000 gelegen; dies waren 91 000 mehr als vor einem Jahr.

Die kräftig steigende Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach Einschätzung der Bundesagentur vor allem auf den wirtschaftlichen Aufschwung zurückzuführen. Viele gut ausgelastete Betriebe seien dadurch gezwungen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Neben Zeitarbeitsunternehmen seien auch Industriebetriebe und der Handel verstärkt auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Ein Stück weit stecke hinter dem Stellenboom allerdings auch ein in Zeiten der Hochkonjunktur üblicher statistischer Effekt, räumt die Bundesagentur ein. Die guten Jobaussichten veranlassten mehr Mitarbeiter als in Krisenzeiten, sich einen interessanteren oder besser bezahlten Job zu suchen. Dadurch würden mehr Stellen frei, blieben länger unbesetzt und tauchten so häufiger in der Stellenstatistik der Bundesagentur für Arbeit auf.

 

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