Chinas und Südkoreas Vorgehen gegen Bitcoin lässt Preise stürzen

Härtere Gangart der Regulierer setzt Bitcoin zu.

Strenge Regulierungsbemühungen in den Krypto-Hochburgen China und Südkorea haben die umstrittene Digitalwährung Bitcoin am Donnerstag deutlich belastet. Auch andere Digitalwährungen wie Ether, Ripple und Litecoin gerieten nach den Berichten über ein Schürf-Verbot in China und ein mögliches Handelsverbot in Südkorea unter Druck.

Auf der Handelsplattform Bitstamp kostete ein Bitcoin zuletzt rund 13 800 US-Dollar, nachdem er einige Stunden zuvor noch mit knapp 15 000 Dollar gehandelt wurde. In kürzester Zeit hatte die Kryptowährung um bis zu 11 Prozent nachgegeben, zuletzt waren es minus 4,5 Prozent. Die derzeit zweitwichtigste Kryptowährung Ether verlor in der Spitze 9 Prozent. Ripple und Litecoin sackten um bis zu 19 beziehungsweise bis zu 10 Prozent ab.

Kryptowährungen haben in Asien eine große Fangemeinde, weshalb die Kurse auf Nachrichten aus dieser Region besonders sensibel reagieren. So hat Chinas politische Führung laut einem Bericht der US-Zeitung „Wall Street Journal“ zuletzt eine Sperre für Bitcoin-Schürfer angeordnet. Diese stellen hohe Rechnerleistungen bereit, um als Entlohnung die begehrte Digital-Währung zu erhalten. Grund für diesen Schritt sei offenbar die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen – das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv. China gilt als Heimat für große, professionelle Bitcoin-Miner.

Gleichzeitig will nun auch die südkoreanische Regierung stärker gegen Kryptowährungen vorgehen. So werde derzeit ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der den Börsenhandel mit Bitcoin und Co. untersagt, teilte der Justizminister Park Sang-Ki mit. Bereits im Dezember hieß es, dass der Handel künftig nur noch auf bestimmten Plätzen möglich sein soll. Daraus entstandene Kapitalerträge sollen zudem besteuert werden, um die Spekulation zu begrenzen.

 

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Gundi müller sagt:

    Verfolgt man die „normale“ Presse, so war da plötzlich, fast aus dem Nichts, ein ganz tolles neues Angebot zum Geldverdienen – versteht zwar keine, aber steigende Kurse, ach, explodierende Kurse, was brauch ich da viel verstehen. Das klingt doch sehr danach:
    Jemand hat sich vor einiger Zeit billig eingedeckt, gigantische Gewinne mitgenommen und als alle heiß auf die neue Wunderdroge waren, wieder echtes Geld daraus gemacht.
    Nun kann Jemand in Ruhe zuschauen, wie die Lemminge ins Meer stürzen, manche erreichen das rettende andere Ufer, der Rest ersäuft.

    Das, was Wirtschaft laut Schulbuch sein sollte – Menschen stellen Dinge her, die gebraucht werden, die anderen Menschen das Leben leichter machen und dabei entstehen nebenbei Arbeitsplätze – wo gibts das?
    Jeder trägt was bei, jeder hat was davon – das wäre ein schönes Ideal. Aber statt dessen wird Strom verheizt, um bits zu berechnen.