DIHK: Sondierungsergebnis bringt für Firmen eher Mehrbelastungen

Das Sondierungsergebnis von SPD, CDU und CSU zur Bildung einer neuen Regierung stößt beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag auf viel Skepsis.

Die drei Parteien wollten im Falle einer Neuauflage der großen Koalition den Betrieben bei den Lohnzusatzkosten zusätzliche Bürokratie sowie Regulierung aufbürden. (Foto: dpa)

Die drei Parteien wollten im Falle einer Neuauflage der großen Koalition den Betrieben bei den Lohnzusatzkosten zusätzliche Bürokratie sowie Regulierung aufbürden. (Foto: dpa)

„Unterm Strich wird sich die Wirtschaft statt auf Entlastung eher auf Mehrbelastungen einstellen“, bemängelte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Freitag. So wollten die drei Parteien im Falle einer Neuauflage der großen Koalition den Betrieben bei den Lohnzusatzkosten und an anderen Stellen zusätzliche Bürokratie sowie Regulierung aufbürden. „Das ist das falsche Signal“, kritisierte Schweitzer. Wichtig und richtig sei aber für die Wirtschaft, dass nun die Wahrscheinlichkeit einer Regierungsbildung gestiegen sei.

„Eine große Vision ist bislang nicht erkennbar“, sagte Schweitzer. Für viele Fragen im Bereich der großen Zukunftsthemen sei noch keine ausreichende Antwort sichtbar. Er hoffe aber, dass nun mehr Mut bei Investitionen einkehre. „Denn wir müssen uns viel stärker mit erforderlichen Investitionen und der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes beschäftigen“, forderte der DIHK-Präsident. Er vermisse zudem Ansätze für eine wettbewerbsfähige Steuerreform. „Der Verzicht auf eine Erhöhung der Steuern für Unternehmen, die im weltweiten Wettbewerb stehen, ist zu wenig“, kritisierte er.

Es gebe aber auch gute Ansätze, etwa in so wichtigen Feldern wie Bildung und Breitbandausbau. Auch das klare Bekenntnis zu Europa ist aus Sicht der deutschen Wirtschaft von enormer Bedeutung.

 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.